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Warren Buffett zieht Geld ab : Bye-bye Goldman Sachs

Cash is king: Warren Buffett Bild: EPA

In der Krise 2008 hat der Aktien-Guru mit Aktien der Investmentbank ein Vermögen gemacht – jetzt zieht er sein Geld ab. Beobachter sehen darin ein Indiz, das weit über den Finanzmarkt hinausreicht.

          2 Min.

          Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Warren Buffett, 89 Jahre, ein außergewöhnlich wichtiger Aktionär für Goldman Sachs gewesen ist: Im September 2008, als die Weltfinanzkrise tobte, hat der legendäre Investor zu günstigen Konditionen 5 Milliarden Dollar in Vorzugsaktien der damals schwer gebeutelten amerikanischen Investmentbank gesteckt. Die mutige Entscheidung des Spekulanten sollte in den folgenden Jahren reich belohnt werden und mehrte dessen Ruhm als Superstar der Geldvermehrer.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Und jetzt das: Am Freitagabend gab Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in einer Pflichtmitteilung überraschend bekannt, man habe im ersten Quartal, während der Corona-Pandemie, mehr als 10 Millionen Aktien von Goldman Sachs abgestoßen. Das Anteilspaket hatte Ende 2019, bevor das Virus zuschlug, noch einen Wert von mehr als 2 Milliarden Dollar gehabt. Die Beteiligung des Großaktionärs Berkshire Hathaway an Goldman Sachs ist nun von 2,9 Prozent auf weniger als 0,6 Prozent zusammengeschrumpft.

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