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Milliardäre im Vergleich : Nach Kritik an Trump meldet Warren Buffett ein sattes Gewinnplus

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Die 85 Jahre alte Anleger-Legende Warren Buffett wirbt für Hillary Clinton. Bild: Reuters

Eben noch hat Warren Buffett der Öffentlichkeit erklärt, warum er den Präsidentschafts-Kandidaten Donald Trump für einen schlechten Geschäftsmann hält. Nun zeigt er, wie’s richtig geht.

          Gerade erst hat sich der renommierte Investor Warren Buffett in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingeschaltet - und sich dabei den republikanischen Kandidaten Donald Trump vorgeknöpft. Selbst ein Affe hätte an der Börse besser abschneiden können als der Immobilien-Milliardär, als dieser im Jahr 1995 seine Hotels und Kasinos an die Wall Street gebracht habe, sagte Buffett während eines Auftritts mit der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton.

          Nach diesem Börsengang habe die Firma ein Jahrzehnt lang Verluste eingefahren, erklärte Buffett und brachte einen munteren Vergleich: Wenn ein Affe 1995 „einen Pfeil auf die Aktien-Scheibe geworfen hätte, dann hätte dieser im Schnitt 150 Prozent erzielt“. „Aber diejenigen, die ihm (Trump) glaubten, die seinen Sirenengesängen zuhörten, verloren mehr als 90 Cent je Dollar.“ Trump wiederum habe sich selbst während dieses Jahrzehnts 44 Millionen Dollar Gehalt ausbezahlt - trotz der Verluste.

          Wie um seine Kritik zu untermauern, hat Buffett nun einen satten Gewinnzuwachs seiner eigenen Anlage-Gesellschaft Berkshire Hathaway bekannt gegeben. Das Unternehmen hat demnach seinen Gewinn im Frühjahr um ein Viertel auf mehr als fünf Milliarden Dollar gesteigert. Allerdings blieb der Zuwachs im operativen Geschäft etwas hinter dem zurück, was professionelle Beobachter erwartet hatten.

          So entwickelte sich die Bahn-Sparte der Industrie-Beteiligung BNSF angesichts einer schwachen Kohle-Nachfrage nicht wie geplant. Zudem ging der Gewinn in Bereichen zurück, die die Öl- und Gasindustrie beliefern. Das Geschäft mit Versicherungen legte hingegen zu. Der Konzern ist unter anderem in der Versicherer-, Energie-, Bahn-, Nahrungsmittel-, Textil- und Immobilienbranche aktiv.

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