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Wagniskapital in Deutschland : Wer nicht wagt

  • -Aktualisiert am

Hightech Venture Days in Dresden: Wagniskapital ist nicht immer einfach zu finden. Bild: ZB

Endlich bekommen junge deutsche Unternehmen mehr Geld von Investoren. Doch zum Erfolgsmodell fehlt noch einiges.

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          Für die deutsche Start-up-Szene sind das erfreuliche Nachrichten: 3,2 Milliarden Euro haben Wagniskapitalgeber im vergangenen Jahr in junge deutsche Unternehmen gesteckt, so viel wie nie zuvor. War es über viele Jahre schwierig, als nicht mehr ganz junges Start-up die nötigen Finanzierungen für mehr Wachstum und das Erschließen neuer Märkte zu bekommen, so scheint es inzwischen doch eine ganze Reihe Investoren zu geben, die sich in Berlin, München oder auch in Mainz nach interessanten Zielen für ihr Geld umschauen.

          Und doch haben die Rekordzahlen einen Makel: Nach wie vor kommt das Wagniskapital in den allermeisten Fällen aus dem Ausland. In Deutschland gibt es noch immer kaum Investoren, die sich an Einzelinvestitionen von 50 Millionen Euro oder mehr heranwagen. So geraten die jungen Unternehmen mit den besten Ideen schon früh in ausländische Hände, die Früchte werden im Silicon Valley, in London oder Fernost geerntet. Das hat nicht zuletzt steuerliche und regulatorische Gründe.

          Die Bundesregierung redet schon seit langem davon, dass sie die Rahmenbedingungen für Wachstumsinvestitionen verbessern will. Es wird Zeit, dass dem auch Taten folgen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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