https://www.faz.net/-gv6-9wwcu

Wagniskapital in Deutschland : Wer nicht wagt

  • -Aktualisiert am

Hightech Venture Days in Dresden: Wagniskapital ist nicht immer einfach zu finden. Bild: ZB

Endlich bekommen junge deutsche Unternehmen mehr Geld von Investoren. Doch zum Erfolgsmodell fehlt noch einiges.

          1 Min.

          Für die deutsche Start-up-Szene sind das erfreuliche Nachrichten: 3,2 Milliarden Euro haben Wagniskapitalgeber im vergangenen Jahr in junge deutsche Unternehmen gesteckt, so viel wie nie zuvor. War es über viele Jahre schwierig, als nicht mehr ganz junges Start-up die nötigen Finanzierungen für mehr Wachstum und das Erschließen neuer Märkte zu bekommen, so scheint es inzwischen doch eine ganze Reihe Investoren zu geben, die sich in Berlin, München oder auch in Mainz nach interessanten Zielen für ihr Geld umschauen.

          Und doch haben die Rekordzahlen einen Makel: Nach wie vor kommt das Wagniskapital in den allermeisten Fällen aus dem Ausland. In Deutschland gibt es noch immer kaum Investoren, die sich an Einzelinvestitionen von 50 Millionen Euro oder mehr heranwagen. So geraten die jungen Unternehmen mit den besten Ideen schon früh in ausländische Hände, die Früchte werden im Silicon Valley, in London oder Fernost geerntet. Das hat nicht zuletzt steuerliche und regulatorische Gründe.

          Die Bundesregierung redet schon seit langem davon, dass sie die Rahmenbedingungen für Wachstumsinvestitionen verbessern will. Es wird Zeit, dass dem auch Taten folgen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Die Rally geht weiter

          Aktienmärkte : Die Rally geht weiter

          Trotz der Corona-Krise haben die Aktien am Montag eine starke Rally hingelegt. Und am Dienstag geht s zunächst einmal weiter.

          Topmeldungen

          Japans Ministerpräsident Shinzo Abe

          Notstand in Japan : Abes steile Lernkurve

          Vor kurzem wollte er noch Olympische Spiele in Tokio veranstalten. Jetzt hat Ministerpräsident Abe dort den Notstand ausgerufen. Er ist in der Wirklichkeit gelandet.

          Dominic Raab : Wer regiert jetzt Großbritannien?

          Dominic Raab ist Boris Johnsons Wunsch-Vertretung. Der Außenminister bezeichnet sich als „neuer Konservativer“ und war früh für den Brexit. Sein Stil unterscheidet sich fundamental von dem des Premierministers.

          F.A.Z. exklusiv : Industrie erhöht den Druck für Exit-Strategie

          „Die Unternehmen müssen wissen, woran sie sind“, fordert DIHK-Chef Eric Schweitzer im Gespräch mit der F.A.Z. Auch die Autoindustrie warnt: „Der Hochlauf wird anspruchsvoll und Zeit benötigen“, meint VDA-Chefin Müller.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.