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Deutsche Bank : Großaktionäre zielen auf Aufsichtsratschef Achleitner

Unruhe in der Deutschen Bank: Auch die Aufsicht dringt auf eine Regelung der Nachfolge im Aufsichtsratsvorsitz. Der Aktienkurs fällt tief wie nie. Der Wertverlust belastet viele Mitarbeiter.

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          Großaktionäre der Deutschen Bank zählen vor der Hauptversammlung den Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner an. Der seit Juni 2012 an der Spitze des Aufsichtsrats stehende Achleitner solle turnusgemäß auf der Sitzung des Kontrollgremiums, einen Tag vor der stattfindenden Hauptversammlung, erläutern, wie er sich seine Nachfolge vorstelle, hieß es aus Aufsichtsratskreisen. Ein Sprecher der Bank wollte sich dazu nicht äußern.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auf einen Nachfolgeplan Achleitners pochten nicht nur Großaktionäre, sondern auch die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB), sagten Großaktionäre der F.A.Z. weiter. Da Achleitners Amtszeit noch bis zum Jahr 2022 läuft, wäre das Drängen der Aufsicht zu diesem frühen Zeitpunkt ein Zeichen dafür, dass die Bankenaufseher eine vorzeitige Ablösung Achleitners befürworteten. Gewöhnlich wird die Nachfolgeplanung für eine derartige Führungsaufgabe rund ein Jahr vor Auslaufen der Amtszeit konkret.

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