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Geldanlage für Berufsanfänger : Wer ein Eigenheim will, muss anders sparen

Ein Leben lang zur Miete? Der Traum vom Eigenheim ist für viele Berufseinsteiger in weiter Ferne. Bild: Karsten Thielker

Viele junge Menschen wissen noch nicht, ob sie irgendwann im Eigentum wohnen möchten. Außerdem werden die Immobilien aktuell immer teurer. Deshalb müssen sie ihr Geld flexibel anlegen.

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          In der vergangenen Woche scheine ich mal wieder ins Schwarze getroffen zu haben. Bestimmt erinnern Sie sich, dass ich jungen Leuten geraten habe, sich in den ersten Jahren ihres Berufslebens auf vier Verträge zu konzentrieren: das Girokonto ohne Kreditlinie, die private Haftpflichtversicherung, die Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit und den Geldmarktfonds für den Notgroschen. Die „fachmännischen“ Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Die ersten Kritiker waren der Meinung, in der heutigen Zeit könne man gar nicht sparen, die zweiten Nörgler vertraten die Ansicht, man müsse von Anfang an in Aktien investieren, und die dritten Zweifler betrachteten die Absicherung im Falle der Erwerbsunfähigkeit als groben Unfug.

          Volker Looman
          Volker Looman : Bild: Oliver Sebel
          Volker Looman
          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Offenbar ist es mir nicht gelungen, diesen Lesern klarzumachen, was in jungen Jahren wirklich zählt, vielleicht wollen sie es aber auch nicht hören. Daher erlaube ich mir, in einfacher Sprache fünf Dinge zu wiederholen. Wer im Monat brutto 3000 Euro verdient und nichts spart, lebt über seine Verhältnisse. Die private Haftpflichtversicherung ist Pflicht, weil Schäden zum finanziellen Ruin führen können. Absicherungen im Falle der Erwerbsunfähigkeit sind der Versuch, sich für kleines Geld gegen die schlimmsten Widrigkeiten des Lebens zur Wehr zu setzen. Und Aktien kommen für den Aufbau eines Notgroschens nicht in Frage. Basta. Wie es danach weitergehen kann, lesen Sie in folgendem Beispiel.

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