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Verwirrung an der Tankstelle : E10-Benzin kostet wieder weniger

Dieses Bild gehört schon wieder der Vergangenheit an: E10 kostet aktuell meist einen Cent weniger als Superbenzin Bild: dpa

Zum Jahresanfang entfiel an vielen Zapfsäulen der übliche Preisunterschied von 2 Cent zwischen den Benzinsorten. Das sorgte für Rätselraten. Nun sollen Autofahrer doch wieder klimafreundlicher tanken.

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          Zu verschiedenen Tageszeiten auf die Benzinpreise der Tankstellen zu schauen ist für viele Autofahrer längst zur Routine geworden. Doch in jüngster Zeit ergeben sich an den hohen Preistafeln ungewohnte Änderungen.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Nachdem immer mehr Tankstellen zum Jahresanfang dazu übergegangen waren, für einen üblicherweise um 2 Cent günstigeren Liter E10 gleich viel zu verlangen wie für Superbenzin, gehen nun die Preise vielerorten wieder auseinander. Zu Wochenbeginn machte Marktführer Aral E10 wieder um einen Cent günstiger. Auch an den Total-Zapfsäulen gab es keinen Gleichstand mehr. Hier erreichte der Abstand sogar wieder das lange übliche Niveau von 2 Cent.

          Anreiz für Autofahrer

          Man wolle Autofahrern nun wieder einen Anreiz zum Tanken dieser Sorte bieten, da man damit die für die Branche geltenden Treibhausgasziele leichter erreichen könne, sagte ein Aral-Sprecher der F.A.Z. Eine Änderung im Biokraftstoffquotengesetz, die zum 1.Januar in Kraft getreten war, gilt als Auslöser des veränderten Preisgefüges. Es geht darum, die Klimaschutzquote des Straßenverkehrs zu erhöhen. Die Branche ist daher angehalten, die Treibhausgase der Fahrzeuge um 6 Prozent jährlich zu mindern, nach zuvor 4 Prozent.

          Dies erfordert eine höhere Beimischung von teureren Biokomponenten wie Bioethanol. Die Biokomponenten seien dabei umso teurer, je mehr sie zur Minderung der Treibhausgase angerechnet werden könnten, sagt der Aral-Sprecher. So koste zum Beispiel Ethanol aus Abfall mehr und sei klimafreundlicher als aus Getreide.

          Preisdaten des Automobilklubs ADAC belegen die jüngste Veränderung. Der Liter E10 kostete zur Wochenmitte 1,414 Euro und damit rund 1 Cent weniger als Superbenzin. Mitte Januar betrug der Unterschied nur noch 0,5 Cent.

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