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Starke Quartalszahlen : Blackrock verwaltet so viel Vermögen wie nie

  • -Aktualisiert am

Larry Fink, Vorsitzender des Vorstands und Aufsichtsrats sowie Gründer von Blackrock Bild: Reuters

Der Finanzriese wächst und wächst – trotz Corona. Chef und Gründer Larry Fink sorgt zusätzlich mit einem Appell für die branchenübergreifende Nutzung des Homeoffice auch nach der Pandemie für Aufmerksamkeit.

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          Die weltgrößte Vermögensverwaltung Blackrock hat im dritten Quartal nicht nur das größte Volumen an verwaltetem Vermögen angehäuft, sondern auch einen steigenden Gewinn erzielt. Das für Kunden aus aller Welt verwaltete Vermögen stieg auf 7,8 Billionen Dollar. Das sind 12 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen in New York mitteilte. Zu dem Wachstum trug vor allem der Kursanstieg an den internationalen Börsen bei, der durch die Corona-Krise nur vorübergehend unterbrochen wurde. Zudem flossen Blackrock im dritten Quartal netto knapp 129 Milliarden Dollar zusätzliches Vermögen von Kunden zu. Den Nettogewinn steigerte Blackrock stark um 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, mehr als von Analysten erwartet.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Laut Blackrock-Chef Larry Fink stammen die Zuflüsse aus allen Regionen und Kundengruppen und verteilen sich auf alle Vermögensklassen und Anlagestrategien. Dabei kamen mehr als 50 Prozent der langfristigen Zuflüsse von Kunden aus Europa und Asien. Bei Blackrocks Kunden handelt es sich sowohl um institutionelle Investoren als auch um Privatanleger. Das Unternehmen verwaltet das Kundengeld teils aktiv, legt die Mittel also auf Grundlage eigener Strategien und Ideen an, teils aber auch passiv, etwa in Form börsennotierter Indexfonds (ETF), die dem Verlauf von Börsenindizes folgen. Die von Blackrock aufgelegten ETF zählen zu den größten und beliebtesten am Markt.

          Das Unternehmen legt größtenteils in Aktien und Anleihen an, zum Teil aber auch in alternative Vermögensklassen und verdient vorwiegend an Provisionen oder Gebühren. Dabei verdoppelten sich im dritten Quartal die Zuflüsse zur Anleihensparte auf 70 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während der ETF-Bereich um 41 Milliarden Dollar zulegte.

          Blackrock

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          Blackrocks Rolle in der Finanzwelt ist umstritten. Während einige die Machtfülle fürchten, die aus den Dimensionen des verwalteten Vermögens erwachse, macht Blackrock aus Sicht anderer zu wenig Gebrauch von seinen Einflussmöglichkeiten. Der Vermögensverwalter selbst bezeichnet sich als einen Treuhänder, der im Interesse seiner Kunden handele und seiner Verantwortung gerecht werde.

          Soweit öffentlich wahrnehmbar, macht Blackrock seinen Einfluss mit kritischen Briefen an die Vorstandsetagen kriselnder Unternehmen geltend oder durch Appelle seines Chefs Larry Fink wie diesem anlässlich einer Tagung des Internationalen Währungsfonds: Nach der Pandemie sollten nur 50 Prozent aller Arbeitnehmer aus dem Homeoffice zurückkehren, was dank digitaler Kommunikation möglich sei und zum Klimaschutz beitrage.

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