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Bußgeldverfahren eröffnet : Verdacht auf Marktmanipulation an der Strombörse

  • Aktualisiert am

Aufsichtsbehörde: Gebäude der Bundesnetzagentur im Mainz Bild: Frank Röth

Die Bundesnetzagentur geht gegen Stromhändler vor, die aus der Netzkrise im vergangenen Jahr Kapital geschlagen haben sollen. Es geht um Verkäufe zu überteuerten Preisen.

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          Die Bundesnetzagentur hat gegen drei Stromhändler ein Bußgeldverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation eröffnet. Die Aufsichtsbehörde prüft nach Angaben von Montag, ob die Händler im Juni vergangenen Jahres gezielt Strom an der Börse zu sehr hohen Preisen verkauft haben, ohne dass sie diesen Strom tatsächlich beschaffen oder ihn selber erzeugen wollten.

          An drei Tagen im Juni 2019 stand das deutsche Stromnetz erheblich unter Druck, weil zeitweise deutlich mehr Strom verbraucht wurde als erwartet. Die für die Stabilität der Versorgung verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber sprachen damals von einer sehr angespannten Situation. Die Stromversorgung haben nur mit einer Reihe von Notfallmaßnahmen gesichert werden können.

          Falsche oder irreführende Signale

          Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Daten zum Stromhandel ausgewertet. In 21 Handelssituationen gebe es Anhaltspunkte dafür, dass durch Verkaufsgebote falsche oder irreführende Signale hinsichtlich des Angebots von Strom gesendet wurde. Deshalb sei gegen drei Marktteilnehmer ein Bußgeldverfahren eröffnet worden.

          Das Bußgeldverfahren erfolgt auf der Basis einer EU-Verordnung zur Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts. Daneben hatte die Bundesnetzagentur bereits im April im gleichen Zusammenhang Abmahnungen gegen fünf Marktteilnehmer ausgesprochen.

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