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Verbraucherrechte : Der nächste Sargnagel

  • -Aktualisiert am

Der EuGH hat über das Widerrufsrecht bei Darlehensverträgen geurteilt. Zuungunsten der Verbraucher.

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          Verbraucher haben derzeit am Europäischen Gerichtshof einen schweren Stand. Erst vergangene Woche urteilte Luxemburg über Zahlungsmethoden im Internet nach dem Motto „Für alle oder keinen“ – mit der Folge, dass die im E-Commerce unter Kunden beliebte Online-Lastschrift nach Einschätzungen von Fachleuten auf kurze Sicht von Händlern gemieden wird. Nun setzen die Richter den nächsten Sargnagel in Sachen Verbraucherrechte. Diesmal durch das Ende des ewigen Widerrufsrechts, das viele Verbraucher in Zeiten niedriger Bau- und Kreditzinsen für sich genutzt haben. Wer sich von seinem alten Darlehensvertrag mit unattraktiv hoher Zinsbelastung lösen wollte, suchte akribisch nach kleinsten formalen Fehlern. Fündig geworden, konnte sich der Kunde, flankiert von zahlreichen verbraucherfreundlichen Urteilen, noch Jahre später per Widerruf lösen und ein günstigeres Angebot wählen. Damit ist jetzt Schluss. Sobald der Vertrag erfüllt ist, gibt es kein Zurück mehr. Auch der Bundesgerichtshof wird sich anpassen müssen. Den Kreditinstituten bringt das Planungssicherheit. Für Kunden heißt es umso mehr: Drum prüfe, wer sich bindet, ob sich nicht doch was Bess‘res findet!

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

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