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Neue Sanktionen : Verbietet Amerika nun allen Ländern, iranisches Öl zu kaufen?

  • Aktualisiert am

Eine Öl-Anlage auf Khark Island. Bild: AFP

Aus dem Atomabkommen ist Donald Trump bereits ausgestiegen. Nun bereitet er angeblich den nächsten drastischen Schritt gegen Iran vor – ein Datum macht auch schon die Runde.

          Die Vereinigten Staaten haben offenbar vor, von allen anderen Ländern zu verlangen, kein Öl mehr aus Iran zu kaufen. Gegen Staaten, die dem nicht Folge leisteten, würden ab dem 4. November Sanktionen verhängt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Außenministeriums in Washington. Ausnahmen werde es nicht geben. Das harte Vorgehen gegen Iran, dem die Vereinigten Staaten weiter das Streben nach Atomwaffen vorwerfen, sei „eine unserer Top-Prioritäten der nationalen Sicherheit“.

          Der Ölpreis legte im Nachmittagshandel zu, nachdem er zuvor schwächer tendiert hatte. Ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent kostete mit gut 75 Dollar mehr als 1 Prozent mehr als am Montag. Der Preis für dieselbe Menge der Sorte WTI verteuerte sich etwas stärker.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte im Mai den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit Iran erklärt, obwohl die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt, dass Teheran die im Jahr 2015 getroffene Vereinbarung einhält. Neben den Amerikanern waren auch Deutschland sowie die UN-Vetomächte China, Russland, Großbritannien und Frankreich direkt am Zustandekommen des Abkommens beteiligt. Außer den Vereinigten Staaten sind die anderen Vertragspartner entschlossen, an dem Abkommen festzuhalten.

          Zugleich gab Trump im Mai bekannt, dass die massiven Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder in Kraft treten würden. Internationalen Unternehmen drohen Strafen, wenn sie sich nicht innerhalb von 180 Tagen aus dem Iran zurückziehen. Der Flugzeughersteller Boeing, Frankreichs Energieunternehmen Total und die dänische Reederei Maersk haben ihren Rückzug aus dem Iran bereits angekündigt, ebenso der französische Automobilkonzern PSA.

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