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Verantwortungsvoller Bergbau : Die Spuren des Goldrauschs

Ein illegales Goldbaggerboot brennt auf dem Fluss Madeira in Brasilien. Bild: AP

Goldabbau kann ein extraktives Geschäft mit gravierenden Auswirkungen auf Sozialstrukturen und Umwelt sein. Bei richtiger Handhabe können aber Schaden minimiert und positive Effekte für die Wirtschaft geschaffen werden.

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          Geier kreisen langsam über dem verlassenen Dorf. Rostige Spitzhacken und Schaufeln zeugen vielleicht noch von einer längst ausgebeuteten Goldmine, die den einzigen Daseinsgrund für die wenigen Holzbauten inmitten der Pampa darstellte. Vom Goldrausch blieb außer in der Sonne bleichenden Knochen nichts mehr.

          Gregor Brunner
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Von solchen Bildern aus dem Western-Genre versucht sich die moderne Goldindustrie zu distanzieren. Terry Heymann, Finanzvorstand des World Gold Council (WGC), zieht lieber Erfolgsgeschichten wie San Francisco, Johannesburg oder Melbourne heran, als er mit der F.A.Z. über die positiven sozioökonomischen Auswirkungen spricht, die der Fund einer Goldader nach sich ziehen kann. „Es ist in unserem sowie im Interesse der Länder, in denen sich Minen befinden, dass der Goldabbau einen nachhaltig positiven Effekt hinterlässt. Eine Goldmine ist im Schnitt 30 bis 50 Jahre produktiv. Für diesen Zeitraum braucht es gute Beziehungen zur lokalen Gemeinschaft, um der dortigen Umwelt und Sozialstruktur möglichst wenig Schaden zuzufügen“, sagt Heymann, der mit dem WGC für mehr als 30 Goldminenbetreiber aus der ganzen Welt spricht.

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