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Inflation : US-Verbraucherpreise steigen im August nicht mehr ganz so stark

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Börsenhändler in New York: Die Anleger blicken gespannt auf die Inflationsentwicklung. Bild: AP

Die Teuerung lässt im Monatsvergleich etwas nach, bleibt in der Jahresrate aber über der Marke von 5 Prozent.

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          Der starke Preisauftrieb in den Vereinigten Staaten hat im August leicht nachgelassen. Waren und Dienstleistungen kosteten im August 5,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit diesen Anstieg gerechnet - nach plus 5,4 Prozent im Juli. „Das ist erfreulich: Der Inflationsdruck hat sich leicht abgeschwächt“, so die Einschätzung von Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Die Anleger reagierten auf die Inflationszahlen zurückhaltend. Der Dax lag am Nachmittag mit 15.739 Punkten um 0,3 Prozent höher. 

          Die Inflation liegt damit weiter deutlich über dem Inflationsziel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Juni hatte die Rate bereits bei 5,4 Prozent gelegen. Dies war die höchste Rate seit August 2008. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im August nur um 0,3 Prozent nach 0,5 Prozent im Juli. Im Juni waren die Preise sogar noch um 0,9 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Die Kerninflation ohne im Preis oft schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel betrug verglichen mit dem Vorjahresmonat 4 Prozent. Im Juli waren es noch 4,3 Prozent gewesen.

          Der Inflationsschub sei überwiegend auf temporäre Einflüsse zurückzuführen, die im Zusammenhang mit dem Pandemiegeschehen zu sehen seien. Ab dem Frühjahr 2022 dürfte es nach Ansicht des Ökonomen deshalb mit den Teuerungsraten wieder abwärtsgehen. Die US-Notenbank (Fed), die Vollbeschäftigung und stabile Preise anstrebt, hat die Zahlen genau im Blick. Angesichts der erhöhten Inflation und der fortschreitenden Erholung am Arbeitsmarkt nach dem Corona-Schock fasst sie ein Herunterfahren ihrer Krisenhilfen ins Auge.

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