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Demokratin Warren prescht vor : SEC soll Wertpapiergeschäfte von Fed-Bankern untersuchen

  • Aktualisiert am

Unter Beschuss: Robert Clarida, Vize-Gouverneuer der amerikanischen Notenbank Bild: Reuters

Abermals ist ein ranghoher amerikanischer Notenbanker wegen persönlicher Wertpapiergeschäfte ins Visier der Politik geraten. Die Fed prüft die Einleitung einer unabhängigen Untersuchung.

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          Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC aufgefordert, die Handelsaktivitäten von ranghohen Notenbankern zu untersuchen. In einem Brief an die SEC nannte die dem radikalen Flügel der Demokraten zugerechnete Warren namentlich Fed-Vizegouverneur Richard Clarida, der Medienberichten zufolge im Februar 2020 von Anleihen auf Aktien umschichtete.

          Clarida passte demnach sein Porfolio einen Tag vor einer wichtigen Ankündigung von Fed-Chef Jerome Powell an. Powell warnte damals vor Risiken durch das Coronavius und versprach eine Reaktion der Fed, falls dies notwendig werden sollte. Die Berichte über die Finanzgeschäfte der Fed-Vertreter dürften ernsthafte Fragen mit Blick auf mögliche Interessenkonflikte aufwerfen, schrieb Warren. Sollten die Transaktionen auf dem Wissen der Fed-Vertreter, das marktbewegend und nicht-öffentlich sei, basieren, könnten sie womöglich illegal gewesen sein. Ein SEC-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.

          Im September 2021 waren die damaligen Fed-Präsidenten von Dallas und Boston, Robert Kaplan und Eric Rosengren wegen Medienberichten über umfangreiche Wertpapiertransaktionen unter Druck geraten. Obwohl die Fed-Zweigstellen bestätigten, dass die Transaktionen den Ethik-Richtlinien der Häuser entsprächen, nahm Warren dies zum Anlass, alle zwölf Fed-Häuser aufzufordern, innerhalb von 60 Tagen den Besitz und Handel von Einzelaktien , durch leitende Angestellte zu untersagen.

          Fed-Gouverneur Jerome Powell hatte daraufhin eine Erneuerung der Regularien angekündigt, während Rosengren seinen Ruhestand zeitlich vorverlegte. Nur Stunden später trat Kaplan mit der Begründung zurück, dass die Debatte um eine Ablenkung vom geldpolitischen Geschäft darstelle.

          Die Währungshüter sind nach den Regeln der Fed gehalten, auch den Anschein zu vermeiden, dass sie ihre Position zur persönlichen Bereicherung nutzen könnten. Ein Fed-Sprecher teilte am Montag mit, dass die amerikanische Notenbank bereits Gespräche mit ihrer internen Aufsicht über die Einleitung einer unabhängigen Untersuchung der Finanzaktivitäten der Notenbanker führe.

          Kaplan und Rosenberg waren beide ausgesprochene Verfechter einer Unabhängigkeit der Notenbank. Clarida, der nun im besonderen Fokus von Warren steht, war im April 2018 von dem damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump als Nachfolger von Stanley Fischer nominiert worden, mit dem Trump politische Differenzen hatte.

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