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Nächste Milliardengewinne : Die Kassen der amerikanischen Geldhäuser klingeln

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Der JP-Morgan-Vorstandsvorsitzende Jamie Dimon meldet Milliardengewinn nach Milliardengewinn. Bild: AFP

10 Milliarden Dollar in drei Monaten – so viel Gewinn dürfte die Großbank JP Morgan nächste Woche nach Ansicht von Fachleuten verkünden. Und nicht nur sie verdient gut.

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          Wenn die großen amerikanischen Geldhäuser in der kommenden Woche ihre Zahlen zum dritten Quartal vorlegen, dürften sich Anleger hierzulande wieder einmal die Augen reiben: Während die Deutsche Bank mitten im größten Konzernumbau ihrer Geschichte steckt und für dieses Jahr ein dickes Minus angekündigt hat, verdienen sich Goldman Sachs & Co. eine goldene Nase.

          Zwar belasteten nach Ansicht von Analysten im Sommer die niedrigeren amerikanischen Zinsen und die Turbulenzen an den Börsen das Geschäft. Dennoch werden die Institute jenseits des Atlantiks wieder Milliardengewinne präsentieren. Allein die größte amerikanische Bank JPMorgan hat nach Meinung von Fachleuten im Quartal wieder beinahe zehn Milliarden Dollar verdient, die Bank of America rund sieben Milliarden Dollar und die Citigroup rund fünf Milliarden.

          Von April bis Juni hatten Zuwächse in der Privatkundensparte noch geholfen, Schwächen im Investmentbanking auszugleichen. Das könnte nun aber schwieriger werden, denn die amerikanische Notenbank Federal Reserve kappte die Leitzinsen unlängst, zuletzt auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent – und mehrere Währungshüter signalisierten für dieses Jahr noch eine weitere Senkung. „Wir erwarten ein schwächeres drittes Quartal, was vor allem an niedrigeren Zinsen und Zinserwartungen liegt“, sagt Analyst Jonathan Summitt von JP Morgan.

          Und was meldet die Deutsche Bank?

          Schon im Sommer, nach der ersten Zinssenkung in den Vereinigten Staaten seit zehn Jahren, hatten die Ökonomen von JP Morgan und der Citigroup ihre Jahresprognosen für den Zinsüberschuss zurückgenommen. Mit Spannung wird erwartet, ob sie mit noch mehr Ertragseinbußen rechnen und die Erwartungen weiter herunterschrauben.

          Auch Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke bereitete Investoren bereits darauf vor, dass die ursprünglich in Aussicht gestellten Erträge wegen der gesunkenen Zinserwartungen wohl nicht erreicht werden. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Geldpolitik Mitte September weiter gelockert.

          Mit Argusaugen blicken Anleger und Analysten auch auf das Investmentbanking. „Wenn die Zahlen von JP Morgan und anderen amerikanischen Banken zeigen, dass es im Aktien- und Anleihehandel schlecht gelaufen ist, kann man daraus Rückschlüsse für die Deutsche Bank ziehen“, sagt Analyst Philipp Häßler vom Brokerhaus Pareto Securities.

          Die Unsicherheiten wegen des Handelskriegs zwischen Peking und Washington und politische Spannungen im Nahen Osten belasteten das Geschehen an den Kapitalmärkten in den vergangenen Monaten. Mehrere Unternehmen begruben ihre Pläne für Börsengänge – und den Investmentbanken gingen wichtige Erträge durch die Lappen. Auch das Anleihegeschäft, das für die Deutsche Bank von großer Bedeutung ist, dürfte abermals schleppend gelaufen sein, wie die Analysten von JP Morgan vermuten.

          Am Dienstag geben JP Morgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo detaillierte Einblicke in den Verlauf des dritten Quartals. Am Mittwoch folgt die Bank of America, am Donnerstag Morgan Stanley. Die Deutsche Bank will ihre Zahlen am 30. Oktober veröffentlichen.

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