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Währung unter Druck : Weicht die EZB jetzt den Euro auf?

Der EZB-Turm im Frankfurter Nebel: Die Inflationssorgen beeinträchtigen den geldpolitischen Ausblick. Bild: dpa

Amerikas Notenbank läutet den Kurswechsel in der Geldpolitik ein. Das setzt Europas Währung unter Druck – und der Dax erreicht ein Rekordhoch.

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          Die Teuerungsraten in der Europäischen Währungsunion bleiben hoch, während der Außenwert des Euro seit Sommer schmilzt. In dieser Gemengelage kündigt die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwochabend ihren geldpolitischen Kurswechsel an. Sie wird schon im November damit beginnen, ihre Anleihekäufe zu verringern, und bis Mitte des kommenden Jahres beenden. Das lässt einen höheren Zinsunterschied zugunsten amerikanischer und zulasten europäischer Anleihen erwarten, was den Dollar stärken und den Euro weiter schwächen könnte.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das wiederum sorgt für höhere Einfuhrpreise, die in Europa die Inflation weiter anheizen können. Doch die Inflationserwartungen für den Euroraum sind an den Märkten zuletzt wieder unter die Marke von 2 Prozent gesunken. Am Donnerstag lag der dafür maßgebliche Inflation Swap bei 1,865 Prozent und damit unter dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Inflationsziel von im Durchschnitt 2 Prozent.

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