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Amerikanischer Börsenindex : S&P 500 schließt erstmals über 3000 Punkten

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Schon am Donnerstag hatten Börsenhändler in Erwartung steigender Kurse Kappen mit den historischen Höchstmarken der Börsenindizes S&P 500 und Dow Jones drapiert Bild: EPA

Die Börsen in Amerika haben in Erwartung sinkender Leitzinsen zum Ende der Woche Rekorde markiert. Der deutsche Leitindex Dax dagegen schloss mit einem Minus.

          Die Rekordjagd der Wall Street ist zum Ende der Woche dank der Aussicht auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank weitergegangen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kletterte am Freitag um 0,9 Prozent auf 27.332 Punkte.

          Noch bedeutender war, dass der breiter gefasste S&P 500 erstmals über der 3000er-Marke schloss. Er stieg um fast 0,5 Prozent auf knapp 3014 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq legte 0,6 Prozent auf 8244 Punkte zu.

          US-Notenbankchef Jerome Powell habe bei seiner halbjährlichen Anhörung vor dem Kongress auf Risiken für die Konjunktur hingewiesen, sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades. In Notenbanker-Sprache bedeute dies, dass die Märkte sich auf eine Zinssenkung vorbereiten sollten. Weitere könnten folgen.

          Dass die Fed einen solchen Schritt trotz anziehender Inflationsdaten erwäge, sei ein Zeichen für den politischen Druck auf die Zentralbank, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. US-Präsident Donald Trump hat die Fed-Geldpolitik mehrfach kritisiert und niedrigere Zinsen gefordert.

          S&P 500

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          In Europa dagegen hielten sich Anleger aus Furcht vor einer enttäuschenden Bilanzsaison zurück. Die Entwicklung an der Wall Street verhinderte allerdings größere Kursrückschläge. Dax und EuroStoxx50 notierten zum Schluss der Woche jeweils knapp im Minus bei 12.323 und 3496 Punkten.

          Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Ford mit einem Kursplus von 2,9 Prozent. Der Konzern schmiedet mit seinem deutschen Konkurrenten Volkswagen eine Allianz zur Entwicklung autonom fahrender Autos und Elektro-Fahrzeugen. VW-Titel legten in Frankfurt 1,1 Prozent zu.

          Unter Druck gerieten jedoch Pharmawerte. Die Aktie von Johnson & Johnson verlor 4,1 Prozent an Wert. Die Agentur Blooomberg hatte berichtet, dass das US-Justizministerium strafrechtliche Ermittlungen gegen den Pharma- und Konsumgüterkonzern eingeleitet hat. Untersucht werde, ob Johnson & Johnson in Bezug auf potenzielle Krebsrisiken seines Talkumpuders gelogen habe.

          Das Unternehmen hatte im Februar ohne Nennung von Details mitgeteilt, dass es vom Justizministerium und der US-Börsenaufsichtsbehörde Vorladungen im Zusammenhang mit dem laufenden Rechtsstreit um Babypuder erhalten hatte. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, es habe in dieser Angelegenheit keine neuen Entwicklungen gegeben.

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