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Amerikanische Banken : J.P. Morgan überrascht mit höherem Gewinn

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Kann sich über hohe Gewinne freuen: J.P.-Morgan-Chef Jamie Dimon Bild: Reuters

Gute Geschäfte an den Kapitalmärkten und weniger Risikovorsorge lassen die Erträge sprudeln. Auch Goldman Sachs überzeugt mit guten Zahlen.

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          Die größte amerikanische Bank J.P. Morgan hat dank florierender Geschäfte im Investmentbanking und sinkender Risikovorsorge im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als noch vor Jahresfrist. Das Geldhaus verbuchte einen Gewinn von 11,9 (Vorjahr: 4,7) Milliarden Dollar, wie es am Dienstag mitteilte. Mit dem zweieinhalbmal höheren Gewinn als im Vorjahreszeitraum übertraf die Bank die Erwartungen von Analysten deutlich. J.P. Morgan kamen auch rasant steigende Gebühreneinnahmen aus dem Investmentbanking zugute, die eine schwächere Entwicklung bei Verbraucher-Krediten mehr als wettmachten.

          Zudem löste das Institut abermals Reserven für drohende Kreditausfälle auf, nachdem es wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr noch seine Risikovorsorge für faule Kredite aufgestockt hatte. J.P. Morgan löste im zweiten Quartal netto 2,3 Milliarden Dollar an Risikovorsorge auf. Die Bank hatte schon im ersten Quartal einen Teil der Rückstellungen aufgelöst.

          Bei der US-Investmentbank Goldman Sachs lassen der weltweite Börsen-Boom, anziehende Firmen-Übernahmen und neue Börsengänge die Gewinne sprudeln. Der Nettogewinn schoss im zweiten Quartal auf rund 5,35 Milliarden Dollar in die Höhe, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Der Gewinn je Aktie lag bei 15,02 Dollar und damit über den Erwartungen der Analysten. Weltweit boomt es an den Börsen, die Aktienmärkte jagen von einem Hoch zum nächsten, es gibt so viele Börsengänge und Übernahmen wie lange nicht mehr. Banken nehmen bei solchen Transaktionen satte Gebühren ein. Den US-Instituten kommen auch die milliardenschwere Konjunkturhilfen aus dem Weißen Haus zugute. Sie sorgen unter anderem dafür, dass in der Corona-Krise der Konsum nicht so stark einbricht und die Kreditausfälle geringer ausfallen.

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