https://www.faz.net/-gv6-9uh7a

Düsseldorfer Tabelle : Kosten für Unterhalt von Trennungskindern steigen

  • Aktualisiert am

Schwere Last: Ein Kind auf den Schultern Bild: dpa

Wer nach einer Scheidung für den Unterhalt eines Kindes verantwortlich ist, muss ab 2020 mehr zahlen.

          1 Min.

          Unterhaltspflichtige müssen sich zum Jahreswechsel erneut auf höhere Zahlungen für ihre minderjährigen Kinder einstellen. Die Bedarfssätze in der sogenannten Düsseldorfer Tabelle zum Kindesunterhalt steigen zum 1. Januar, wie das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf am Montag mitteilte. Demnach steigt beispielsweise der Mindestunterhalt für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs von zuletzt 354 auf dann 369 Euro.

          Bei Kindern von sieben bis zwölf Jahren steigt der Unterhalt von 406 auf 424 Euro, Kinder vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit bekommen vom 1. Januar an 497 statt bisher 476 Euro. Auch die Bedarfssätze volljähriger Kinder, die 2018 und 2019 unverändert geblieben waren, werden zum Jahresbeginn angehoben - und zwar auf 125 Prozent des Bedarfs, den die Tabelle für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren ausweist.

          Änderungen gibt es auch beim Bedarf von Studierenden. Er steigt bei Studenten, die nicht bei ihren Eltern oder einem Elternteil wohnen, von bisher 735 auf 860 Euro – einschließlich 375 Euro an Warmmiete.

          Auf den Bedarf des Kindes wird das Kindergeld angerechnet. Dieses beträgt seit dem 1. Juli für ein erstes und zweites Kind 204 Euro, für ein drittes Kind 210 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 235 Euro. Laut Gericht muss das Kindergeld bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Barunterhaltsbedarf angerechnet werden.

          Die seit 1979 vom OLG Düsseldorf herausgegebene Tabelle wird bundesweit zur Berechnung von Unterhaltspflichten herangezogen. Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle wird voraussichtlich zum 1. Januar 2021 erfolgen. Nach der Mindestunterhaltsverordnung vom 12. September 2019 wird dann der Mindestunterhalt für ein Kind bis sechs Jahre auf 378 Euro, bis zwölf Jahre auf 434 Euro und ab dem 13. Lebensjahr auf 508 Euro steigen.

          Weitere Themen

          Was können Anleger jetzt tun?

          Scherbaums Börse : Was können Anleger jetzt tun?

          Das Coronavirus dominiert das Geschehen an den Börsen. Die heftigen Kursverluste von Aktien und der im Gegenzug gestiegene Goldpreis überrascht Experten nicht. Und nun?

          Topmeldungen

          Infektionsherd? Das Uni-Klinikum Eppendorf in Hamburg

          Coronavirus : Man kann nicht vorsichtig genug sein

          Die Deutschen decken sich mit Lebensmitteln ein – aus Sorge, dass sie in Quarantäne müssen. Auch die Bahn und die Bundeswehr bereiten sich auf eine mögliche Epidemie vor.
          Futuristisch und von Samstag an kostenlos nutzbar: eine Straßenbahn in Luxemburg

          Luxemburg : Erstes Land der Welt führt kostenlosen ÖPNV ein

          Wer von morgen an in Luxemburg in einen Bus oder eine Bahn steigt, muss nichts mehr zahlen. Das kleine Großherzogtum will damit Vorreiter bei der Verkehrswende werden. Kostenpunkt: 41 Millionen Euro im Jahr.
          Die Berliner Krzysztof Piatek (links) und Dodi Lukebakio im Zweikampf mit Düsseldorfs Adam Bodzek

          3:3 in Düsseldorf : Hertha holt Punkt bei der Fortuna

          Mit drei Toren liegt Hertha zur Pause in Düsseldorf zurück. Doch in einer wilden Schlussphase holt Berlin den Rückstand auf – und hat sogar noch die Chance auf den Siegtreffer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.