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Uniper-Finanzchef gegen Fortum : „Dies ist ein feindlicher Vorstoß“

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Christopher Delbrück ist Finanzvorstand des aus Eon hervorgegangenen Versorgers Uniper. Bild: dpa

Ein finnischer Kraftwerksbetreiber will das deutsche Energieunternehmen Uniper kaufen. Dessen Finanzchef sagt klar, was er davon hält.

          Der Kraftwerksbetreiber Uniper will sich den Übernahmeplänen des finnischen Versorgers Fortum nicht beugen. „Unsere bisherige solide operative und bilanzielle Entwicklung zeigt klar, dass wir als unabhängiges Unternehmen am Markt erfolgreich sind“, sagte Uniper-Finanzchef Christopher Delbrück der „Börsen-Zeitung“: „Mögliche negative Auswirkungen auf unsere Bilanz und Bonität durch einen neuen Mehrheitseigentümer können nicht im Interesse der übrigen Eigentümer sein.“

          Fortum will von Eon das verbliebene Uniper-Paket in Höhe von 47 Prozent übernehmen. Der Eon-Konzern will Anfang des kommenden Jahres 2018 entscheiden, ob er dem Vorhaben zustimmt, der rund 3,8 Milliarden Euro in seine klamme Kasse spülen würde. Fortum bietet 22 Euro je Aktie für den von Eon abgespaltenen Kraftwerksbetreiber. Uniper-Aktien hatten am Freitag mit einem Kurs von 23,20 Euro geschlossen.

          Uniper-Chef Klaus Schäfer hatte bereits Anfang der Woche seinen Widerstand gegen die Pläne der Finnen kundgetan. „Dies ist ein feindlicher Vorstoß von Fortum“, sagte der Manager. Investoren werteten das Angebot dagegen positiv. „Das Angebot von Fortum wirkt attraktiv und es kommt zu einem guten Zeitpunkt“, sagte etwa Thomas Deser, Fondsmanager von Union Investment.

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