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Trump zur Notenbank : „Persönlich glaube ich, die Fed sollte die Zinsen senken“

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Trump sieht in steigenden Zinsen und einem festeren Dollar ein Wachstumshindernis. Bild: EPA

Amerikas Präsident sieht in steigenden Zinsen ein Wachstumshindernis. Daraus macht er keinen Hehl. Für die Geldpolitik der Notenbank hat er einmal mehr entsprechend klare Vorschläge.

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          Donald Trump hat sich für eine Zinssenkung durch die amerikanische Notenbank Federal Reserve ausgesprochen. „Persönlich glaube ich, die Fed sollte die Zinsen senken“, sagte Trump am Freitag vor seinem Abflug nach Kalifornien in Washington. „Sie haben uns wirklich gebremst“, fügte er mit Blick auf die zurückliegenden Zinsanhebungen der Notenbank hinzu.

          Trump sprach sich auch gegen die Fortsetzung der noch laufenden Bilanzverkürzung der Fed aus. Seit Herbst 2017 verkleinert die Fed ihr Anleiheportfolio, indem sie fällige Wertpapiere nicht mehr in neue Papiere reinvestiert. Die Wertpapiere hatte sie während der Finanzkrise zur Konjunkturstützung gekauft. Die Notenbank hatte allerdings zuletzt ohnehin erklärt, dass die Bilanzverkürzung im Herbst gestoppt werden soll.

          Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt mit der eigentlich unabhängig von der Regierung arbeitendenden Federal Reserve angelegt und deren Geldpolitik kritisch kommentiert. Die Fed versucht seit Ende 2015, den in der Finanzkrise auf Null gesenkten Leitzins langsam aber stetig zu normalisieren. Diesen Kurs hat die Fed zuletzt vorerst auf Eis gelegt. Trump sieht in steigenden Zinsen und einem festeren Dollar ein Wachstumshindernis.

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