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Per Twitter : Trump verlangt deutliche Leitzinssenkung

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Die Notenbank soll laut Trump die Zinsen senken Bild: AP

Der amerikanische Präsident hat die Fed aufgefordert, die Leitzinsen kurzfristig um einen Prozentpunkt zu senken. Zudem brachte er Anleihekäufe durch die Notenbank ins Spiel.

          Die Kritik der amerikanischen Regierung an der politisch unabhängigen Notenbank reißt nicht ab. Präsident Donald Trump forderte am Montag auf Twitter von der Federal Reserve eine Zinssenkung um mindestens 100 Basispunkte, also um einen Prozentpunkt. Erst Ende Juli hatte die Fed ihren Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt auf jetzt 2,00 bis 2,25 Prozent gesenkt. Trump war dieser Schritt aber nicht weit genug gegangen.

          Begleitet werden könne eine neuerliche laut Trump von weiteren Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur, wie einem “quantative easing“. Mit dem geldpolitischen Fachbegriff der quantitativen Lockerung gemeint sein dürften Anleihekäufe nach dem Vorbild etwa der japanischen Notenbank aber auch der Europäischen Zentralbank.

          „Wenn das passieren würde, würde es unserer Wirtschaft noch bessergehen, und die Weltwirtschaft würde deutlich und schnell verbessert werden – gut für alle!“, twitterte der Präsident. Trump beklagte eine Stärke des Dollars, die „leider anderen Teilen der Welt Schmerzen bereitet“. In den vergangenen Monaten hatte der Präsident die Fed immer wieder scharf kritisiert und in einer für einen Präsidenten unüblichen Art Zinssenkungen gefordert, um die Wirtschaft anzuschieben.

          Kurz zuvor hatte Trumps Handelsminister Wilbur Ross der Fed vorgeworfen, für den jüngsten Kursanstieg des Dollar mitverantwortlich zu sein. „Wir sind sehr verärgert über den Teil der Dollar-Stärke, der auf die Geldpolitik der Fed zurückzuführen ist“, sagte er dem Sender Fox Business ebenfalls am Montag.

          Mit einem steigenden Dollar verteuern sich amerikanische Produkte auf dem Weltmarkt. Konkurrenten aus anderen Ländern sind dann preislich im Vorteil. Seit Jahresbeginn ist der Dollar zum Euro um 3,3 Prozent gestiegen. Der Dollar-Index, der den Wechselkurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gewann 2,1 Prozent.

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