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Drohung gegen die Opec : Trump: Ohne uns wären die Ölländer nicht sicher

  • Aktualisiert am

Donald Trump auf dem Weg ins Weiße Haus. Bild: AP

„Wir werden uns erinnern“ – kurz vor einem wichtigen Treffen der Ölförderländer erhöht der amerikanische Präsident den Druck auf diese Staatengruppe.

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          Schutz gegen niedrigere Preise – der amerikanische Präsident Donald Trump hat von den Förderländern im Nahen Osten verlangt, für günstiges Öl zu sorgen. „Wir schützen die Länder des Nahen Ostens, sie wären ohne uns nicht lange sicher, und dennoch setzen sie sich immer weiter für höhere Ölpreise ein“, teilte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Und er fügte hinzu: „Wir werden uns erinnern.“ Zugleich forderte er die Opec auf, für niedrigere Ölpreise zu sorgen.

          Am Wochenende treffen sich die Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), um über die Förderquoten zu beraten. Dabei geht es auch um die Förderausfälle durch den Wegfall iranischen Öls – Grund dafür sind die Sanktionen der Amerikaner und ihre Drohung an andere Abnehmer, kein iranisches Öl mehr zu kaufen.

          Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der ein Fass (159 Liter) der Ölsorte Brent ungefähr 80 Dollar kostet. Gerade wurde nicht nur bekannt, dass die iranischen Ölausfuhren seit April um ungefähr ein Drittel gefallen sind, sondern auch, dass die saudische Führung angeblich damit einverstanden ist, wenn der Preis vorübergehend auf mehr als 80 Dollar je Fass steigt. Saudi-Arabien ist das Land mit den traditionell größten freien Förderkapazitäten.

          In den Vereinigten Staaten stehen zudem wichtigen Wahlen an. Die Amerikaner entscheiden demnächst über viele Abgeordnete, was die Mehrheitsverhältnisse in beiden Kammern des Kongresses ändern könnte, in denen die Republikaner derzeit die Mehrheit haben. Klar ist, dass Trump vermeiden möchte, für die schon gegenüber dem Vorjahr stark gestiegenen Benzinpreise verantwortlich gemacht zu werden.

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