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Trump kritisiert Notenbank : „Ich bin nicht glücklich, aber lasse sie machen, was sie für das Beste halten“

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Donald Trump: Sorgte mit einem kritischen Interview zur Leitzinspolitik einmal mehr für Verwirrung in Amerika. Bild: Reuters

So hoch wie vor der Finanzkrise 2008: In einem TV-Interview hat sich Donald Trump kritisch über die Leitzinserhöhung der amerikanischen Notenbank geäußert. Dass dies ungewöhnlich für einen Präsidenten sei, räumt er selbst ein.

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          Donald Trump hat mit Kritik an der Leitzins-Erhöhung der Notenbank Federal Reserve (Fed) für Verwirrung gesorgt. „Ich bin nicht begeistert (...). Ich bin nicht glücklich, aber gleichzeitig lasse ich sie machen, was sie für das Beste halten“, sagte er dem Fernsehsender CNBC laut einem vorab verbreiteten Bericht. Außerdem nannte der amerikanische Präsident Notenbank-Chef Jerome Powell, den er selbst ernannt hatte, einen „sehr guten Mann“.

          Wenig später stellte Trumps Sprecherin Sarah Sanders klar: „Natürlich respektiert er (Trump) die Unabhängigkeit der Fed. Die Sicht des Präsidenten auf Zinsen ist gut bekannt, und sein Kommentar von heute wiederholt nur seine seit langem bestehende Haltung.“ Das Interview soll am Freitagmorgen um 6 Uhr ausgestrahlt werden. In Mitteleuropa ist es dann 12 Uhr Mittag.

          Trump: Sage das, was ich als normaler Bürger sagen würde

          Die Notenbank wollte keinen Kommentar abgeben, verwies aber auf eine Äußerung Powells aus der Vorwoche. Demnach nimmt die Fed auf politische Erwägungen keine Rücksicht. Dies sei tief in ihrer DNA. Die Unabhängigkeit der Zentralbank der Vereinigten Staaten von Amerika von politischer Einflussnahme ist ein Grundprinzip. Trump räumte deshalb wohl auch ein, sein Kommentar sei ungewöhnlich – aber das kümmere ihn nicht. Er sage genau das, was er auch als normaler Bürger sagen würde.

          „Es gefällt mir nicht, dass wir all die Arbeit in die Wirtschaft stecken und dann sehen, wie die Zinsen steigen“, meinte er. Er sei besorgt, dass der Zeitpunkt schlecht gewählt sei und Amerika jetzt im Nachteil sei, weil die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank von Japan weiter an ihrer Politik niedriger Leitzinsen festhielten. „Chinas Währung fällt wie ein Stein, das bringt uns einen Nachteil“, sagte Trump.

          Tiefe Zinssätze können etwa für günstigere Kredite von Geschäftsbanken sorgen und so über leichtere Investitionen die Wirtschaft ankurbeln. Zugleich wird der Außenwert der eigenen Währung schwächer, weil Finanzanlagen im Land weniger attraktiv werden. Aber eine schwache Währung kann auch zu mehr Exporten ins Ausland führen – Trump kritisiert Staaten wie China oder die Länder der EU für ihre großen Außenhandels-Überschüsse mit den Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder.

          Die Fed hat in diesem Jahr die Leitzinsen bereits zwei Mal angehoben und außerdem signalisiert, dass bis zum Jahresende zwei weitere Erhöhungen folgen könnten.

          Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig kurzfristige Kredite geben, stieg Mitte Juni um 0,25 Punkte auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent. So hoch waren die amerikanischen Zinsen zuletzt 2008, ehe durch den Zusammenbruch großer Teile des amerikanischen Immobilienmarktes die letzte globale Finanzkrise begann.

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