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Doch kein Börsenauschluss : Trump-Dekret sorgt für Aufregung um China-Aktien

Kursturbulenzen: Mitarbeiter des chinesischen Telekomunternehmens China Mobile in Peking Bild: AP

Die New Yorker Börse zieht den Handelsausschluss der Papiere dreier chinesischer Telekom-Konzerne zurück – mit vager Begründung. Hinter dieser Posse steckt der Konflikt zwischen den Supermächten Amerika und China, der noch weitere börsennotierte Unternehmen betrifft.

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          Zum Jahresstart sind mehrere große chinesische Unternehmen in den Blickpunkt der Anleger gerückt. Grund waren politische Einflüsse. So stiegen am Dienstag an der Hongkonger Börse die Aktien dreier chinesischer Telekommunikationskonzerne kräftig, weil die New Yorker Börse NYSE ihre Ankündigung zurückgezogen hatte, die Papiere von China Mobile, China Telecom und China Unicom vom amerikanischen Handel auszuschließen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Die NYSE hatte den nun gestoppten Plan für die Börsenausschlüsse mit einer Anordnung des amerikanischen Präsidenten aus dem November begründet, wonach amerikanische Investitionen in Unternehmen mit Verbindungen zum chinesischen Militär gestoppt werden sollen. Noch am Vortag hatte das die drei chinesischen Telekom-Aktien in Hongkong vorübergehend einbrechen lassen. Nachgegeben hatte auch der Kurs des staatlichen chinesischen Erdölkonzerns CNOOC, für den ebenfalls ein Ausschluss wahrscheinlich geworden war.

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