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Trotz Corona : N26 sammelt 100 Millionen Dollar ein

N26 konnte weitere Millionen einsammeln. Bild: Reuters

Die Internetbank N26 konnte trotz des Börsenabsturzes weiter Geld einsammeln und bleibt eines der wertvollsten Fintechs. Ihre Strategie hat sie dabei aber etwas justiert.

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          Die Internetbank N26 hat weitere 100 Millionen Dollar eingesammelt. Das gaben die Berliner am Dienstagmorgen bekannt. Damit hat N26 mittlerweile rund 770 Millionen Dollar von Investoren erhalten. Die Bewertung ist mit 3,5 Milliarden Dollar gleich geblieben. „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir sehr robust eingeschätzt werden“, sagt N26-Manager Georg Hauer.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Gespräche zur Erweiterung der Series-D-Finanzierungsrunde wurden schon vor der Corona-Krise begonnen und sei keine Reaktion auf Covid 19. Die Liste der Geldgeber liest sich wie das „Who is Who“ der Wagniskapitalgeber. Dazu gehören Insight Venture Partners, die hierzulande auch Hello Fresh mitfinanziert haben. GIC, der Staatsfonds Singapurs, ist mit von der Partie, genauso wie der chinesische Internetkonzern Tencent, der mit der Kommunikationsplattform Wechat in China außerordentlich erfolgreich ist. Der Versicherungskonzern Allianz hat ebenfalls wieder investiert, genauso wie Peter Thiel, der Mitgründer des Bezahldiensts Paypal.

          Liest man zwischen den Zeilen der Pressemitteilung, merkt man aber in den Nuancen eine Prioritätenverschiebung. Während in der vorangegangenen Finanzierungsrunde der Fokus auf der Expansion lag, heißt es nun, dass N26 seine Produktentwicklung noch schneller vorantreiben und das Wachstum in den Kernmärkten weiter ausbauen möchte. „Das ist nur eine Konsequenz unserer Strategie“, sagt Hauer dazu.

          Diese Verschiebung in den Prioritäten leuchtet nach dem Rückzug aus Großbritannien ein. Auch in Brasilien wird man frühestens 2021 an den Start gehen, da man sich noch im alten Jahr dafür entschieden hat, selbst eine Fintech-Lizenz zu beantragen. In den Vereinigten Staaten ist man mit einer Partnerbank an den Start gegangen. Ansonsten ist N26 nach wie vor wenig von Corona betroffen, wie Hauer sagt. Einige Mitarbeiter seien in Kurzarbeit geschickt wurden, wie von der F.A.Z. schon früher berichtet. Ansonsten sehe man aber schon eine Erholung, so Hauer.

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