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Testamente und ihre Folgen : Nachlassgestaltungen für ein Kind mit Behinderung

  • -Aktualisiert am

Die Testamentsgestaltung für ein Kind mit Behinderung stellt besondere Anforderungen. Bild: dpa

Die Gestaltung eines Testaments für ein Kind mit Behinderung bedarf besonderer Sorgfalt. Warum das „Behindertentestament“ erst auf den zweiten Blick Sinn ergibt und was ansonsten Beachtung finden sollte.

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          Gehört zur Familie ein Kind mit Behinderung, so steht im Mittelpunkt jeder Testamentsgestaltung, über den Tod der Eltern hinaus eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung des Kindes zu gewährleisten und für einen lebenslangen ausreichenden Unterhalt zu sorgen. Jede Verteilungsgerechtigkeit hat hier, so die Grundüberzeugung nicht nur der Eltern, sondern meist auch der Geschwister, erst einmal hintanzustehen.

          Und dennoch können sich hier testamentarische Regelungen empfehlen, die dem ersten Anschein nach das behinderte Kind beschweren und seine Geschwister begünstigen. Dies hat seinen Grund darin, dass zumindest die Grundversorgung von Menschen mit Behinderung in weitgehendem Umfang durch den Staat sichergestellt wird. Doch auch die Familien selbst, insbesondere die Eltern, sind neben ihrem persönlichen Einsatz meist auch dauerhaften finanziellen Belastungen ausgesetzt, indem sie sich bemühen, durch laufende Zuwendungen die Lebensverhältnisse des Kindes gegen über dem von der Sozialhilfe gedeckten Standard zu verbessern. Eben dies soll möglichst auch nach dem Tod der Eltern gewährleistet sein.

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