https://www.faz.net/-gv6-abnlp

Kryptowährung : Bitcoin sind für Tesla zu umweltschädlich

Erst akzeptiert Musk Bitcoin als Zahlungsmethode für sein Unternehmen Tesla, nun hat er Umweltbedenken. Bild: dpa

Der Elektroautohersteller war das prominenteste Unternehmen, welches die Digitalwährung als Zahlungsmittel akzeptierte – nun die Kehrtwende. Der Kurs bricht nach der Nachricht ein. Doch wie schmutzig sind die Kryptowährungen?

          3 Min.

          Es war um kurz nach Mitternacht deutscher Zeit, als Elon Musk einen seiner berühmt-berüchtigten Tweets auf dem sozialen Netzwerk absetzte: Der Tesla-Gründer schrieb in der Nacht auf Donnerstag nur „Tesla & Bitcoin“ und veröffentlichte dazu ein Statement, das es in sich hat. „Tesla hat das Bezahlen mit Bitcoin ausgesetzt“, heißt es im ersten Satz des drei Absätze langen Statements. „Wir sind besorgt über die schnell zunehmende Nutzung fossiler Brennstoffe für das Schürfen von Bitcoin – und die damit verbundenen Transaktionen“, schrieb Musk in dem Beitrag. Insbesondere der Einsatz von „Kohle, die die schlimmsten Emissionen aller Brennstoffe hat“, bereite ihm Sorgen.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Kurs brach nach dieser Nachricht ein, zeitweise um rund 17 Prozent. Von einem Niveau von rund 55.000 Dollar sackte der Kurs bis nachts um kurz nach 2 Uhr um rund 8000 Dollar auf weniger als 47.000 Dollar ab. Am Nachmittag stand noch immer ein Minus von 12 Prozent zu Buche. Auch andere Digitalwährungen notierten deutlich im Minus: Die Nummer 2 Ethereum verlor ebenfalls rund 12 Prozent. Dogecoin, von Musk stets protegiert und dessen Kurs in den vergangenen Tagen sowieso schon eingebrochen war, verlor noch mal 20 Prozent und notierte auf 0,37 Dollar. Damit ist sie auch nicht mehr Nummer 4 der Digitalwährungen, sondern nur noch Nummer 6. Zeitweise wurden über alle Digitalwährungen hinweg rund 400 Milliarden Dollar verbrannt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.

          G 7 in Cornwall : Brexit-Störgeräusche für Johnson

          Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.