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Weitblick im Portfolio : Tesla-Aktienkurs steigt um 13.900 Prozent in zehn Jahren

Ankunft auf der Met Gala mit seiner Mutter: Elon Musk Bild: AFP

Die Aktien von Tesla, Netflix & Co. verzeichnen in diesem Jahr deutliche Verluste bislang. Ein langfristiger Blick auf die Kursentwicklungen vertreibt den kurzfristigen Kummer aber.

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          Im Moment sorgen Technologieunternehmen für lange Gesichter unter Anlegern. Der Index der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq 100 hat seit Anfang des Jahres rund ein Fünftel seiner Punkte eingebüßt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Der Streamingdienst Netflix verliert Abonnenten, der Chiphersteller Nvidia leidet unter Lieferkettenproblemen, der Facebook-Konzern Meta wird von Problemen mit verschiedenen Regierungen geplagt. Kursverluste für bekannte Technologieunternehmen reichen von 13 bis 67 Prozent seit Jahresanfang. Und über allem hängen noch weitere schlechte Omen wie die straffere Zinspolitik der amerikanischen Notenbank, der russische Überfall auf die Ukraine und die Null-Covid-Politik Chinas.

          Gregor Brunner
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wer im vergangenen Jahr darauf gesetzt hat, dass die Technologiewerte ihre Höchststände noch ausbauen könnten, dürfte im Moment eher ernüchtert in sein Portfolio blicken, sollte man die Aktien nicht schon ausgekehrt haben. Ganz anders stellt es sich dar, wenn man früh in diese Sparte investiert hat, vor zehn Jahren beispielsweise.

          Der langfristigere Vergleich mit dem Mai 2012 offenbart, dass auch die gröbsten Kurseinbrüche noch verkraftbar sind. Obwohl die Aktien von Netflix in diesem Jahr rund 67 Prozent ihres Wertes verloren haben, liegt eine Investition, die vor zehn Jahren in sie getätigt wurde, nach wie vor 1742 Prozent im Plus. Das Unternehmen mit der global größten Marktkapitalisierung, Apple, verlor in diesem Jahr bisher rund 12 Prozent seines Wertes an der Börse. Wer 2012 eingestiegen ist, konnte seine Anlage immerhin mehr als verachtfachen. Aktien des Softwareherstellers Adobe verloren seit Jahresanfang fast ein Drittel ihres Wertes, schlagen aber langfristig gesehen mit einem Plus von 1123 Prozent zu Buche.

          Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, gelangte zu seinem Reichtum einerseits durch seine Geschäftstätigkeiten, andererseits durch den Wertanstieg seiner Anteile an seinen eigenen Unternehmen. Die Kursentwicklung seines Elektroautoherstellers Tesla dürfte dabei eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben. Musks kürzlich angestoßene Übernahme von Twitter und die damit verbundene Notwendigkeit, einige seiner Anteile zu verkaufen, drückten den Kurs der Aktien zwar um fast 14 Prozent. Einem Anstieg von knapp 13. 906 Prozent innerhalb von zehn Jahren schadet dies jedoch vergleichsweise wenig. In Worten stieg der Wert der Aktien in diesem Zeitraum um das Einhundertvierzigfache.

          Im Zehnjahresvergleich schloss die Liste mit Meta-Aktie schließlich mit einem Kursgewinn von rund 458 Prozent. Selbst das schlägt aber noch die Entwicklung des Nasdaq 100 in derselben Zeit. Dieser stieg seit 2012 nur um rund 422 Prozent. Der Kursindex des Dax verzeichnete innerhalb von zehn Jahren ein Plus von annähernd 68 Prozent. Der Kursindex des deutschen Technologie-Index Tec-Dax bringt es immerhin auf einen Zuwachs von 232 Prozent.

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