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Geringe Nachfrage : Telekom will Filialen schließen und Stellen streichen

  • Aktualisiert am

Werbe-Logo der Telekom Bild: dpa

Weil der Verkauf über das Internet immer wichtiger wird, will die Telekom wohl zahlreiche Filialen schließen. 1200 Stellen könnten wegfallen.

          Die Deutsche Telekom will laut einem Bericht des Handelsblatts die Zahl ihrer Verkaufsstandorte zusammenstreichen. Das Netz mit rund 500 eigenen Geschäften sei inzwischen überdimensioniert, die Zahl soll auf 460 sinken. Das berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf Konzernkreise.

          Noch drastischer soll der Einschnitt bei der Belegschaft ausfallen: Von den 4500 Stellen sollen rund 1200 wegfallen. Die Nachfrage in den Filialen und Läden sei in den vergangenen Jahren massiv gefallen, daher sei der Plan alternativlos, erklärte ein Insider der Zeitung. Die finalen Details und den Zeitplan wolle die Firmenspitze in Gesprächen mit dem Betriebsrat klären. Die Verhandlungen sollen zeitnah anlaufen, hieß es laut Bericht in Konzernkreisen.

          Das Unternehmen erklärte gegenüber der Zeitung auf Anfrage, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, verwies aber generell darauf, dass die „Kundenfrequenz im Einzelhandel“ sinke, während das Onlinegeschäft an Bedeutung gewinne.

          Telekom-Chef Timotheus Höttges treibt laut Handelsblatt einen Umbau der Telekom voran. Seit seinem Amtsantritt habe er Randbeteiligungen veräußert und die Kosten gesenkt. Dabei habe das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und viel für Abfindungen an ausscheidende Mitarbeiter gezahlt. Diese Instrumente will das Unternehmen laut dem Konzerninsider auch beim bevorstehenden Stellenabbau anwenden.

          Die Telekom wollte sich zum Stellenabbau gegenüber dem Handelsblatt nicht äußern, teilte aber mit, die Zahl der Filialen regelmäßig zu überprüfen. Die Zahl der Shops und Mitarbeiter wolle das Unternehmen konsequent am Interesse und an der Nachfrage der Kunden ausrichten.

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