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Umstrittener Targetsaldo : Deutsche Forderung gegen EZB gesunken

  • -Aktualisiert am

Besucherin des Geldmuseums der Bundesbank Bild: Nils Thies

Der Saldo der Bundesbank aus dem Zahlungsverkehrssystem Target-2 ist im Januar stark gefallen. Woran das liegt, lässt sich nur vermuten – und das Kreditrisiko bleibt gewaltig.

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          Die Hunderte Milliarden hohe Forderung der Deutschen Bundesbank gegen die Europäische Zentralbank (EZB) ist im Januar deutlich gesunken. Der Saldo fiel laut Internetseite der Bundesbank um mehr als 9 Prozent auf 811 Milliarden Euro. Im Dezember waren es noch 895 Milliarden Euro. Das historische Hoch betrug 976 Milliarden Euro im Juni 2018.

          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es handelt sich bei diesen Beträgen um die Salden aus dem Zahlungsverkehrssystem Target-2, über das Notenbanken der Eurozone nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Zentralbankgeld abwickeln. Am Ende eines jeden Geschäftstages werden alle daraus entstandenen Forderungen und Verbindlichkeiten auf die EZB übertragen. Die nationalen Notenbanken, etwa die Bundesbank, haben im Ergebnis also Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber der EZB. Jeden Tag fließen durchschnittlich 350.000 Zahlungen im Volumen von insgesamt 3,7 Billionen Euro durch Target. Jedes Jahr summiert sich das im Durchschnitt auf knapp 90 Millionen Zahlungen im Gesamtwert von 430 Billionen Euro.

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