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Rekordstand : Target-Saldo steigt auf fast 1.000.000.000.000 Euro

Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt Bild: Foto Walter Vorjohann

Die Forderungen der Bundesbank aus dem Zahlungsverkehrssystem Target 2 haben sich auf 995 Milliarden Euro erhöht. Im Gegenzug erreichen die Verbindlichkeiten der italienischen Notenbank ebenso einen Rekordstand.

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          Die Forderungen der Deutschen Bundesbank aus dem europäischen Zahlungsverkehrssystem Target 2 sind im Juni von 916 auf den neuen Rekordstand von 995 Milliarden Euro gestiegen. Im Gegenzug haben die Verbindlichkeiten der Banca d’Italia mit 537 Milliarden Euro ebenso einen Rekordstand erreicht. Wie im amerikanischen Zahlungsverkehrssystem Fedwire dürfte auch im europäischen Zahlungsverkehrssystem Target 2 der deutliche Anstieg der Salden seit dem Frühjahr vor allem durch die sehr expansive Geldpolitik bedingt sein. Wie die amerikanische Federal Reserve hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) umfangreiche Anleihekäufe beschlossen; zudem unterstützt die EZB die Geschäftsbanken mit großvolumigen Kreditprogrammen.

          Die Fortsetzung dieser sehr expansiven Geldpolitik könnte in den kommenden Monaten den Saldo der Deutschen Bundesbank über die Marke von einer Billion Euro klettern lassen. Allerdings ist nicht gesagt, dass dieses Ereignis schon im kommenden Monat stattfindet. Auf die Zahlungsverkehrssalden nehmen nicht nur geldpolitische Maßnahmen Einfluss. Gerade zum Quartalsende werden immer wieder Sondereinflüsse wirksam, die danach wieder abgebaut werden. Darauf deutet der untypisch starke Anstieg des Bundesbank-Saldos von fast 100 Milliarden Euro im Juni hin. Es wäre somit nicht erstaunlich, wenn der Bundesbank-Saldo zunächst erst wieder zurückgeht, ehe er den nächsten Anlauf auf die Marke von einer Billion Euro nimmt.

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