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Termingeschäfte : Taiwan bestraft Deutsche Bank wegen Währungsspekulationen

  • Aktualisiert am

Hat gerade einen Jahresgewinn gemeldet: die Deutsche Bank in Frankfurt Bild: AFP

Die Zentralbank des südostasiatischen Landes beschwert sich über den Umgang mit dem Taiwan-Dollar. Davon sind mehrere Geldhäuser betroffen.

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          Die Zentralbank in Taiwan hat die Deutsche Bank im Kampf gegen Spekulanten für zwei Jahre vom Handel mit Devisenderivaten ausgeschlossen. Dem Frankfurter Geldinstitut werde der Handel mit lieferbaren und nicht lieferbaren Termingeschäften in Taiwan-Dollar untersagt, teilte die Notenbank am Sonntag mit.

          Wegen der Nachfrage nach Technologieprodukten aus Taiwan ist der Taiwan-Dollar gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als 23 Jahren gestiegen. Für Unmut sorgte nach Angaben der Zentralbank ein Fall, in dem ausländische Banken auf den Handel mit Getreide spezialisierten Firmen dabei halfen, Währungsspekulationen mit Termingeschäften zu betreiben. Dies könne die Stabilität des taiwanesischen Devisenmarktes beeinträchtigen.

          Wie Reuters am Freitag von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, hat die Zentralbank Briefe mit Strafmaßnahmen an die Deutsche Bank, Citigroup, ING sowie der Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) für ihre Beteiligung an den Spekulationsgeschäften geschickt. Nach Angaben der Notenbank dürfen die Niederlassung von ING und ANZ in Taipeh für neun Monate keine Termingeschäfte in Taiwan-Dollar abwickeln. Citi werde für zwei Monate vom Handel mit lieferbaren Taiwan-Dollar-Termingeschäften ausgeschlossen. Die Strafen würden am Montag in Kraft treten, teilte die Zentralbank weiter mit.

          Citi lehnte eine Stellungnahme ab. Repräsentanten der anderen drei Banken waren zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.

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