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Sorge um Blackout : Wie sicher ist Deutschlands Stromversorgung?

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Großer Stromausfall in Südamerika vor einigen Jahren: Kann das auch in Deutschland passieren? Bild: dpa

„Wir haben in Deutschland eine sehr hohe Versorgungssicherheit im Stromsystem“, verspricht Wirtschaftsminister Robert Habeck. Gilt das auch im Extremfall? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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          Drohen in diesem Winter Stromausfälle wegen der Energiekrise? Eine repräsentative Umfrage des Civey-Instituts ergab jüngst, dass eine Mehrheit (53 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger deswegen in großer Sorge ist. Bei den 18- bis 29-Jährigen waren es sogar 60 Prozent, wie das Nachrichtenportal „Watson“ berichtete. Doch wie wahrscheinlich sind Stromausfälle in Deutschland in diesem Winter tatsächlich? Ein Überblick.

          Wie oft kommen Stromausfälle in Deutschland vor?

          Der Bundesnetzagentur wurden 2020 bundesweit exakt 162 224 Stromausfälle in 868 Stromnetzen bekannt, etwa 2400 mehr als 2019. Bezogen auf den einzelnen Kunden bedeutete das im Schnitt 10,73 Minuten lang keinen Strom, wohlgemerkt im ganzen Jahr. Dies war die bisher geringste Ausfallzeit seit der ersten Erhebung durch die Behörde 2006. Der Mittelwert der Jahre 2010 bis 2020 liegt bei 14,05 Minuten. Die Bundesnetzagentur sprach bei der Veröffentlichung der Zahlen von einem „konstant hohen Niveau“ der „Versorgungszuverlässigkeit“.

          Besteht in diesem Jahr eine größere Stromausfall-Gefahr als sonst?

          Der Strommarktexperte Christian Rehtanz geht nicht von einer größeren Stromausfall-Gefahr aus. „Das Stromsystem wird in der Spitze durch Gaskraftwerke abgesichert, um die benötigte Leistung zu decken“, sagt der Professor für Energiesysteme und Energiewirtschaft an der Technischen Universität Dortmund. Daher seien Gas- und Stromsektor gekoppelt. „Aufgrund der immensen Wichtigkeit des Stromsektors wird man alles tun, um dieses lauffähig zu halten.“ Er geht davon aus, dass sogar im Fall einer Gasknappheit Gas vorrangig zur Stromerzeugung eingesetzt wird und eher Industriekunden nicht mehr mit Gas versorgt werden.

          Muss also kein Blackout befürchtet werden?

          Auch Strommarktexperte Fabian Huneke vom Beratungsunternehmen Energy Brainpool befürchtet in diesem Winter in Deutschland keinen Blackout, also einen unkontrollierten Zusammenbruch der Elektrizitätsversorgung. „Möglich ist allenfalls ein sogenannter Brownout, bei dem die Übertragungsnetzbetreiber einzelne Großverbraucher oder Regionen stundenweise vom Netz nehmen müssten“, sagt Huneke. Dies könne bei großer Kälte etwa am frühen Abend geschehen, wenn der Haushaltsstromverbrauch stark zunehme.

          Die Haushalte in Frankreich spielten dabei eine wichtige Rolle: „Gerade in Frankreich wird viel mit Strom geheizt.“ Wenn dann dort nicht genügend Atomstrom vorhanden sei, könne die Lastunterdeckung in die europäischen Nachbarmärkte herüberschwappen und auch hierzulande für Probleme sorgen, weil dann vergleichsweise viel Strom nach Frankreich fließe. Möglich ist dies durch die Koppelung der europäischen Stromnetze, die nicht nur grenzüberschreitenden Stromhandel ermöglicht, sondern in Notsituationen auch für mehr Netzstabilität sorgen kann.

          Was ist zurzeit mit den französischen Atomkraftwerken los?

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