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Strengere Iran-Sanktionen : Ölpreise steigen stark nach Ankündigung aus Amerika

Ölproduktion im Persischen Golf südlich von Teheran Bild: Reuters

Die Ölpreise stiegen um bis zu drei Prozent. Die amerikanische Regierung lässt Ausnahmen für den Handel mit Iran auslaufen. Schon seit Jahresbeginn haben die Ölpreise stark angezogen.

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          Wie der amerikanische Außenminister Mike Pompeo am Montag ankündigte, will sein Land keinerlei Ausnahmeregelungen mehr für Einfuhren von iranischem Öl gewähren. Dies solle helfen, Irans Ölexporte auf Null zu reduzieren und das Land um seine wichtigste Einnahmequelle zu bringen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die Nachricht sorgte für erhebliche zusätzliche Verunsicherung an den Ölmärkten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg am Montag zeitweise um 3 Prozent auf 74 Dollar, so viel wie seit Anfang November 2018 nicht mehr. Der Ölpreis hat sich seit Jahresbeginn ohnehin schon um mehr als ein Drittel erhöht, wozu auch Produktionskürzungen der von Saudi-Arabien angeführten Organisation erdölexportierender Staaten (Opec) sowie politische Spannungen in Ländern wie Venezuela und Libyen beigetragen haben.

          Vor knapp einem Jahr hatte der amerikanische Präsident Donald Trump den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen mit Iran angekündigt. Im November trat dann ein Öl-Embargo gegen das Land in Kraft. Wer seither noch iranisches Öl importierte, dem drohten Sanktionen der Vereinigten Staaten.

          China hält sich bedeckt

          Dieses Embargo wurde aber nicht sofort auf der ganzen Linie umgesetzt. Die Amerikaner erteilten zunächst sechsmonatige Ausnahmegenehmigungen an acht Länder, denen damit für eine Übergangszeit weiter erlaubt wurde, Öl aus Iran zu beziehen. Länder, die davon profitierten, hatten gehofft, dass Washington diese Freigaben erneuert, wenn sie am 2. Mai auslaufen. Das wird aber offenbar nicht der Fall sein.

          Ein Wegfall der Ausnahmegenehmigungen träfe vor allem China und Indien, die beiden wichtigsten Importeure von Öl aus Iran. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte am Montag, sein Land sei gegen „unilaterale Sanktionen“ der Vereinigten Staaten, und verwies darauf, dass sich die Kooperation mit Iran im Einklang mit den Gesetzen befinde. Er machte aber keine Angaben dazu, ob sich China an striktere Vorgaben aus Washington hielte. Wenn nicht, könnte dies auch auf die laufenden Gespräche über die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern Auswirkungen haben.

          Neben China und Indien wurde bislang auch der Türkei, Südkorea, Japan, Taiwan, Griechenland und Italien übergangsweise die Einfuhr von Öl aus Iran erlaubt, wobei letztere drei Länder solche Importe mittlerweile ohnehin schon gestoppt haben. Deutschland kauft in dem Land kein Öl, war also von dem Embargo nie direkt betroffen. Die amerikanische Regierung hat sich bemüht, einen Ausgleich für wegfallende Öllieferungen aus Iran zu schaffen. Wie Außenminister Pompeo am Montag mitteilte, habe sich sein Land mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verständigt, sicherzustellen, dass die globale Nachfrage auch ohne iranisches Öl weiter bedient werden könne.

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