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Nach einem Monat : Finanztransaktionssteuer belastet Handel in Italien

Die Börse in Mailand Bild: AFP

Seit 1. März hat Italien die Finanztransaktionssteuer. Seitdem ist dort der Handel teurer geworden und das Handelsvolumen gesunken.

          1 Min.

          Nach Einführung der Finanztransaktionssteuer in Italien ist dort der Handel teurer geworden und das Handelsvolumen gesunken. Wie der Onlinebroker Directa am Montag mitteilte, sei der Umsatz im März 19 Prozent niedriger gewesen als im Januar und Februar. Die Zahl der Transaktionen sei um 14 Prozent gesunken.

          Daniel Mohr
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit dem 1. März werden Transaktionen mit einer Steuer von 0,1 Prozent belegt. Geschäfte innerhalb eines Handelstages und mit ausländischen Wertpapieren bleiben steuerfrei. Die Kosten je Transaktion bei Directa hätten sich um 43 Prozent auf 4,58 Euro erhöht. Die Steuer mache 1,44 Euro je Transaktion aus. In einem Jahr seien dies für Directa-Kunden rund 3 Millionen Euro.

          Da der Broker für etwa ein Viertel des Handels an der Borsa Italiana stehe, stelle sich die Frage, wie der italienische Staat auf kalkulierte Einnahmen von 1 Milliarde Euro kommen wolle. Weitere EU-Länder, darunter Deutschland, planen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

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