Finanzplatz Luxemburg : „Bankgeheimnis lockern“
Luxemburg ist keine Steueroase. Wir unterwerfen uns allen EU- und OECD-Regeln zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung.
Der internationale Trend geht zu einem solchen automatischen Informationsaustausch. Den lehnen wir anders als früher nicht mehr strikt ab. Wir wollen eine verstärkte Zusammenarbeit mit den ausländischen Steuerbehörden.
Das war vielleicht vor 15 Jahren so. Heute schätzen sie die gute Beratung, die internationalen Produkte in der Vermögensverwaltung und das solide politische Umfeld. Luxemburg baut nicht auf Kunden, die Steuern sparen wollen.
Diese Sorge besteht nicht. Unsere Finanzbranche ist ganz anders als in Zypern aufgestellt. Sie wird nicht von zwei großen inländischen Banken dominiert, sondern von vielen kleinen Banken und Fondsgesellschaften, die fast alle Tochtergesellschaften ausländischer Institute sind. Ein Viertel der Banken hat zum Beispiel eine deutsche Mutter. Größter Arbeitgeber in Luxemburg ist eine französische Bank.
