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FAZ.NET-Spezial Geldanlage : Mündige Anleger

Bild: Jan Bazing

Der mündige Anleger muss nicht alle Finanzprodukte durchschauen. Es reicht, wenn er gute Kriterien für sich entwickelt, welches Risiko er in welcher Lebenslage eingehen will. Unser Geld & Mehr Spezial will ihn dabei unterstützen.

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          „Ratschläge sind auch Schläge.“ So lautet ein alter Spruch aus der Psychoszene. Viele Anleger haben den Schlag erst gespürt, nachdem sich der Rat des Bankberaters zum Desaster im Depot verwandelte. Da erst sehen sie, dass der Berater in Wirklichkeit nur ein Verkäufer war, der weniger das Wohl des Kunden als vielmehr das seiner Bank im Sinn hatte.

          Rainer Hank

          Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Merkwürdig: Beim Autohändler käme niemand auf die Idee, der sei nur ein Berater und kein Verkäufer. Banken und Fonds wollen (und sollen) Geld verdienen wie Metzger oder Immobilienunternehmer. Doch eine Wohnung oder ein Auto kann der Kunde anschauen und ausprobieren, bevor er einzieht oder losfährt. Beim Geld geht das nicht: Da braucht es Vertrauen und Annahmen über die Zukunft, die stets ungewiss ist. Kommt es blöderweise anders, ist das Geld weg.

          Wohlfeil war der Rat nach der Finanzkrise, jeder Anleger müsse seine Geldprodukte eben auch verstehen. Beim Staubsauger oder beim Dialysegerät würden wir das auch nicht fordern. Die Arbeitsteilung hat sich im Lauf der Zivilisation als erfolgreich erwiesen. Der mündige Anleger muss sein Zertifikat oder seinen „Exchange Traded Fund“ (ETF) nicht durchschauen. Es reicht, wenn er für sich gute Kriterien entwickelt hat, welches Risiko er in welcher Lebenslage eingehen will. Unsere heutiges Geld & Mehr Spezial will ihn dabei unterstützen. Hoffentlich hilft's!

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