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Anlageberatung im Internet : Das Depot zum Selberbauen

Bild: Jan Bazing

Im Internet können Anleger ihr Depot selbst zusammenstellen. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und bauen Sie mit FAZ.NET nacheinander auf fünf Internetseiten Ihr optimales Portfolio.

          6 Min.

          1. Schritt: Finden Sie das Depot, das zu Ihnen passt

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Warum ist das wichtig? Die Forschung hat schon lange gezeigt: Wie viel Zins Ihr Geld für Sie verdient, hängt nicht so sehr von Ihrem glücklichen Händchen bei der Aktienauswahl ab. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass Sie Ihr Schicksal an der Börse über einzelne Aktien beeinflussen können. Wichtiger ist, dass Ihr Portfolio eine sinnvolle Struktur hat: Aktien, Anleihen, Gold und andere Rohstoffe müssen in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Dieses Verhältnis bestimmt, wie viel Rendite Sie sich erhoffen dürfen und wie viel Risiko Sie dabei eingehen. Das ist eine Abwägung: Je mehr Risiko Sie eingehen, desto höher können Sie verlieren - aber auch gewinnen. Dabei hilft das Risikotool der Universität Mannheim .

          Was macht diese Website? Sie hilft Ihnen festzustellen, welches Verhältnis aus Risiko und Rendite für Sie geeignet ist. Und sie zeigt Ihnen, mit welchem Depot Sie dieses Verhältnis am günstigsten verwirklichen können. Dazu hat die Uni Mannheim die Finanzmärkte aus 26 Jahren von 1973 bis 2009 ausgewertet. Ursprünglich diente die Website der Forschung, sie eignet sich aber auch hervorragend für praktische Anlegerfragen.

          Wie lange brauche ich dafür? Ungefähr 15 Minuten.

          Wie geht das? Machen Sie sich zuerst ein paar Gedanken über Ihr Geld. Erstens: Haben Sie Kredite? Wenn ja, sollten Sie zunächst diese Kredite zurückzahlen. Zweitens: Wofür sparen Sie - für ein neues Auto, ein Haus oder Ihre Altersvorsorge? Wann brauchen Sie das Geld wieder? Bevor Sie anfangen, sollten Sie wissen, wie viel Geld Sie für wie lange anlegen können. Dann rufen Sie die Website des Risikotools auf. Geben Sie ein, wie viel Geld Sie wie lange anlegen wollen. Und wählen Sie als „riskante Anlage“ statt des Dax das „Weltportfolio“ aus. Es besteht zu 60 Prozent aus Aktien aus der ganzen Welt, zu 25 Prozent aus Anleihen und zu 15 Prozent aus Gold und anderen Rohstoffen.

          Für die Wissenschaft fragt der Computer noch, wie Sie selbst Ihre Risikoneigung einschätzen. Der Computer spielt jetzt mit Ihnen verschiedene Varianten durch, wie diese Investition ausgehen kann. Manchmal verdienen Sie viel Geld, manchmal verlieren Sie etwas. Am Ende können Sie mit einem Schieberegler auswählen, wie viel Geld Sie auf ein sicheres Konto legen wollen und wie viel Sie in das Weltportfolio investieren. Aus dieser Kombination ergibt sich Ihre Renditechance, aber auch Ihr Risiko. Der Computer rechnet aus, was welche Kombination für Sie bedeutet: Auf wie viel Geld können Sie im besten Fall hoffen? Und wie viel Geld können Sie auch in einem schlechten Fall noch bekommen? Bedenken Sie dabei: Eine feste Untergrenze kann niemand angeben. Alles bezieht sich darauf, wie sich die Börse seit 1973 entwickelt hat und welche Krisen es in dieser Zeit gab - aber das ist keine Garantie für die Zukunft. So eine Garantie gibt es nicht.

          Und weiter? Suchen Sie die Aufteilung, die Ihnen gefällt, und notieren Sie sie. In den nächsten Schritten brauchen Sie sie wieder.

          2. Schritt: Finden Sie das beste Tagesgeldkonto

          Warum ist das wichtig? Eben haben Sie festgelegt, dass Sie einen gewissen Teil Ihres Geldes auf ein sicheres Konto legen - am besten ein Tages- oder Festgeldkonto. Dieses Geld soll einerseits hohe Zinsen bringen, andererseits sollte man nicht wegen jedem Zehntelprozent die Bank wechseln.

          Was macht diese Website? Die Seite FMH Tagesgeldplanung zeigt Ihnen, wie viel Zins Sie mit einem neuen Tagesgeldkonto zusätzlich bekommen können. Mit dieser Information können Sie dann entscheiden, ob sich der Wechsel für Sie lohnt. Die Daten stammen von der Frankfurter FMH-Finanzberatung.

          Wie lange brauche ich dafür? 5 Minuten.

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