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Störung : Aktienhandel für Comdirect-Kunden klemmt

  • Aktualisiert am

Logo der Commerzbank-Beteiligung Comdirect Bild: dpa

Nutzer der Online-Tochter der Commerzbank klagen über Probleme mit ihren Depots – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem die Zukunft der Comdirect offen ist. Die Störung soll inzwischen behoben sein.

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          Die Comdirect gilt als digitale Perle der Commerzbank. Doch immer wieder müssen sich Kunden der Online-Tochter mit Störungen herumplagen. Auch am Mittwoch ist das wieder passiert. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Fehlers und bitten um Geduld“, hieß es am Vormittag auf dem Twitter-Kanal der Comdirect.

          Die Störung ist laut einem aktuellen Tweet der Comdirect inzwischen behoben worden. „Es gab heute Morgen eine technische Störung bei einem Dienstleister, diese betraf den Wertpapierhandel. Die Störung ist seit etwa 11.45 Uhr behoben. Allen betroffenen Kunden ein großes Danke für die Geduld!“, schrieb die Bank am Nachmittag auf dem Kurznachrichtendienst.

          Kunden mit einem Depot bei der Comdirect konnten aufgrund einer Störung keine Aktien im Börsenhandel kaufen, wie das Handelsblatt berichtete. Ein Twitter-Nutzer klagte, dass kein „Live-Trading“ möglich sei. Bis zum frühen Nachmittag war auf Twitter allerdings noch keine Information zu sehen, ob die Störung behoben sei oder noch andauere.

          Laut Comdirect sollen Probleme eines Drittanbieters Grund für die Störung sein. Viele Banken haben IT-Funktionen an externe Dienstleister ausgelagert, weil das effizienter sein soll.

          Die Commerzbank hatte kürzlich angekündigt, die Comdirect im Rahmen einer neuen Konzernstrategie integrieren zu wollen. Dabei soll auch die eigene Marke der Comdirect wegfallen. Das sorgt für Unruhe unter den Kunden und für Sorgen bei den Mitarbeitern. Eine IT-Störung kommt in dieser Situation doppelt unpassend.

          Die Comdirect-Mutter Commerzbank war kürzlich ebenfalls Opfer von Störungen. Erst Anfang Juni hatte eine massive IT-Panne für viel Ärger bei Commerzbank-Kunden gesorgt. Damals konnten gut acht Stunden lang bei betroffenen Konten weder Lastschriften noch Überweisungen noch Daueraufträge verbucht werden. 

          Das passierte ausgerechnet am ersten Arbeitstag des Monats als viele Kunden auf ihre Gehalts- oder Rentenzahlungen erwarteten. Von der Störung damals nicht betroffen waren Kunden der ehemaligen Dresdner Bank, die 2008 von der Commerzbank übernommen wurde.

          Die Comdirect und die Commerzbank sind nicht die einzigen Kreditinstitute, bei denen immer wieder Pannen im Onlinebanking passieren. Grund für Störungen in den Computersystemen von Banken sind oft interne Fehler, wie Bafin-Präsident Felix Hufeld im Sommer berichtet hatte. So können Aktualisierungen der Software über Nacht schief laufen oder Mitarbeiter irrtümlich falsche Daten in die Systeme eingeben.

          Auch kommt es wie im aktuellen Fall der Comdirect immer wieder vor, dass der Grund für Störungen bei externen Dienstleistern liegt, mit denen Banken zusammenarbeiten. Selbst wenn die Fehler schnell behoben werden, haben betroffene Kunden oft noch tagelang mit den Nachwirkungen der Störungen zu kämpfen.

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