https://www.faz.net/-gv6-31cb

Stichwort : Global Art Fund

  • Aktualisiert am

Kunstfonds: Konzept nicht tragfähig Bild: @cf

Die Idee des einstigen Global Art Fund: Breite Anlegerschichten sollten sich an einer hochkarätigen Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke beteiligen können.

          1 Min.

          Als die DG-Bank im August 1997 mit ihrem "Global Art Fund" an die Öffentlichkeit trat, war das Interesse der Medien groß. Erstmals sollte es privaten Anlegern in Deutschland möglich sein, sich an einer groß angelegten Sammlung zeitgenössischer Kunst zu beteiligen.

          Den Grundstock des Vermögens bildeten Werke des Konstruktivismus, der Neuen Sachlichkeit sowie Malerei von Bauhauskünstlern. Später wurde das Schwergewicht neuer Akquisitionen auf die beiden Segmente „Meisterwerke auf Papier“ und „Design“ ausgerichtet.

          Mit dem vor mehr als hundert Jahren entworfenen „High Back Chair“ von Charles Rennie Macintosh, Marianne Brandts Tee-Extrakt-Kännchen von 1924 oder - sicher einer der spektakulärsten Käufe des Fonds - dem spätkubistischen Picasso-Aquarell „Composition à la Guitare“ waren schnell viele renommierte Künstler in der Fonds-Sammlung vertreten. Zu verdanken wohl nicht zuletzt der Erfahrung und der Expertise des Fondsmanagers, dem ehemaligen Galeristen und renommierten Kunstkenner Torsten Bröhan.

          Anfangs lief es dann auch gar nicht schlecht. Unabhängige Sachverständige bescheinigten dem Fonds nach nur zwei Jahren bereits einen beachtlichen Wertzuwachs um 38 Prozent. Dennoch kam im Jahr 2000 das Aus. „Das Projekt war noch nicht marktreif, die Anleger ließen sich lieber von der Euphorie der Neuen Märkte anstecken“, hießt es in einem offiziellen Statement der DG-Bank, die den Fonds über eine Luxemburger Tochtergesellschaft aufgelegt hatte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Einigung auf Frauenquote : Wird die CDU jetzt weiblicher?

          Nach jahrelangem Ringen will sich die CDU eine Frauenquote geben. Bis 2025 sollen die Vorstandsämter paritätisch besetzt werden. Doch es gibt einige Ausnahmen. Was taugt also die „kleine Quote“?

          Krise der AfD : „Im Grunde haben wir keine Führung“

          Die AfD ist im Tief. Es ist unklar, für was sie thematisch überhaupt noch stehen will. Viele Abgeordnete im Bundestag machen die Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland dafür verantwortlich.
          Demonstration von Transgender-Aktivisten in Berlin

          Transgender-Debatte : Die blinden Flecken des Gender-Konzepts

          Die Transphobie-Debatte zeigt den blinden Fleck des Gender-Ansatzes: Wie will man männliche und weibliche Rollenmuster untersuchen, wenn Geschlecht keinen realen Bezugspunkt hat?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.