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Stichwort : Global Art Fund

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Kunstfonds: Konzept nicht tragfähig Bild: @cf

Die Idee des einstigen Global Art Fund: Breite Anlegerschichten sollten sich an einer hochkarätigen Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke beteiligen können.

          Als die DG-Bank im August 1997 mit ihrem "Global Art Fund" an die Öffentlichkeit trat, war das Interesse der Medien groß. Erstmals sollte es privaten Anlegern in Deutschland möglich sein, sich an einer groß angelegten Sammlung zeitgenössischer Kunst zu beteiligen.

          Den Grundstock des Vermögens bildeten Werke des Konstruktivismus, der Neuen Sachlichkeit sowie Malerei von Bauhauskünstlern. Später wurde das Schwergewicht neuer Akquisitionen auf die beiden Segmente „Meisterwerke auf Papier“ und „Design“ ausgerichtet.

          Mit dem vor mehr als hundert Jahren entworfenen „High Back Chair“ von Charles Rennie Macintosh, Marianne Brandts Tee-Extrakt-Kännchen von 1924 oder - sicher einer der spektakulärsten Käufe des Fonds - dem spätkubistischen Picasso-Aquarell „Composition à la Guitare“ waren schnell viele renommierte Künstler in der Fonds-Sammlung vertreten. Zu verdanken wohl nicht zuletzt der Erfahrung und der Expertise des Fondsmanagers, dem ehemaligen Galeristen und renommierten Kunstkenner Torsten Bröhan.

          Anfangs lief es dann auch gar nicht schlecht. Unabhängige Sachverständige bescheinigten dem Fonds nach nur zwei Jahren bereits einen beachtlichen Wertzuwachs um 38 Prozent. Dennoch kam im Jahr 2000 das Aus. „Das Projekt war noch nicht marktreif, die Anleger ließen sich lieber von der Euphorie der Neuen Märkte anstecken“, hießt es in einem offiziellen Statement der DG-Bank, die den Fonds über eine Luxemburger Tochtergesellschaft aufgelegt hatte.

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