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Zu wenig Profit : Barclays will Tausende Investmentbanker entlassen

  • Aktualisiert am

Barclays-Chef Antony Jenkins. Bild: AFP

Die britische Barclays Bank will Kosten sparen und in diesem Jahr bis zu 12.000 Stellen streichen. Auch die Investmentbanker soll es treffen. Nicht ohne Grund.

          Sie haben zu wenig Geld verdient, jetzt sollen viele von ihnen gehen: Die britische Barclays Bank will tausende Investment-Banker entlassen, nachdem die Sparte im vergangenen Geschäftsjahr einen heftigen Gewinneinbruch erlitten hatte. Das berichtet die Financial Times.

          Die Investment-Sparte mit etwa 24.000 Mitarbeitern hatte im vergangenen Jahr 37 Prozent weniger verdient als noch im Vorjahr. Dennoch gewährte Barclays seinen Investmentbankern eine Boni-Erhöhung von 200 Millionen Euro, was Vorstandschef Antony Jenkins heftige Kritik von Aktionären und Öffentlichkeit einbrachte.

          Bereits Mitte Februar hatte Jenkins angekündigt, dass die Bank sich von bis zu 12.000 der insgesamt etwa 140.000 Mitarbeiter trennen will. Die Stellenstreichungen im Investment-Bereich seien darin schon enthalten gewesen, sagte ein Barclays-Sprecher gegenüber FAZ.NET. Gerüchte, wonach die Bank sich nach einem neuen Chef für das Investmentgeschäft umsehe, seien jedoch haltlos.

          Barclays hat schon seit längerem mit vergleichbar hohen Kosten zu kämpfen. Im vergangenen Jahr stiegen diese, im Verhältnis zum Umsatz, wieder an. Jenkins will deshalb bis zum Jahr 2015 die jährlichen Kosten um 1,7 Milliarden Pfund (rund 2 Milliarden Euro) senken. Schon im vergangenen Jahr mussten 7650 Angestellte das Geldinstitut verlassen.

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