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: Steigender Ölpreis lastet auf den Aktienkursen

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Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Gefolge des gestiegenen Ölpreises überwiegend Kursverluste verzeichnet. Aufgrund der politischen Unruhen in Nigeria und des fortgesetzten Atomstreits ...

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          Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag im Gefolge des gestiegenen Ölpreises überwiegend Kursverluste verzeichnet. Aufgrund der politischen Unruhen in Nigeria und des fortgesetzten Atomstreits mit dem Iran stiegen die Notierungen für Rohöl in London auf mehr als 64 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Dies ist der höchste Stand seit Ende September. Vor allem die Aktiennotierungen von Chemieunternehmen und Fluglinien zog es ins Minus. Zu den wenigen europäischen Standardwerten, die im Plus tendierten, zählten Ölaktien. Total, Endesa und Repsol entzogen sich der allgemeinen Abwärtsbewegung. Der Euro Stoxx 50, richtungsweisender Index für Standardwerte des Euro-Raums, lag zum Handelsschluß 0,9 Prozent im Minus bei 3610 Punkten. Der Stoxx 50, der auch britische und schweizerische Titel mit einbezieht, gab um 0,8 Prozent auf 3398 Punkte nach.

          In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex Dax mit einem Abschlag von einem Prozent bei 5460 Punkten aus dem Handel. Gefragt waren erneut die Aktien des Kosmetik- und Waschmittelherstellers Henkel, die gegen den Trend um 0,3 Prozent zulegten. Damit profitierte der Titel den zweiten Tag in Folge von einem positiven Branchenausblick. Im Fokus standen Finanztitel. Hypo Real Estate, Deutsche Bank und Allianz verloren im Gleichschritt 1,4 Prozent. Unter dem hohen Ölpreis litten Lufthansa und TUI, die jeweils um 1,2 Prozent nachgaben. Die Ausbreitung der Vogelgrippe verdüstert ohnehin schon die Aussichten für die Flug- und Touristikbranche.

          In London fiel der Index FTSE 100 um 0,7 Prozent auf 5699 Punkte. Rohstoff- und Minenwerte wie BHP Billiton oder Xstrata entzogen sich der Abwärtstendenz und zählten mit einem Aufschlag von 3 beziehungsweise 2,4 Prozent zu den Tagesfavoriten.

          In Paris ermäßigte sich der CAC-40-Index um ein Prozent auf 4807 Punkte. Finanztitel - allen voran Axa und Credit Agricole mit einem Minus von knapp 2 Prozent - reihten sich unter den Tagesverlierern weit oben ein. Accor dagegen verteuerten sich um 3,2 Prozent. Die Analysten der schweizerischen Bank UBS hatten eine positive Einschätzung für die Hotelkette abgegeben, die unter anderem Sofitel, Mercure und Novotel betreibt.

          In Zürich ging der SMI-Index um 0,6 Prozent auf 7786 Punkte zurück. Chemiewerte standen unter Abgabedruck. Clariant verbilligten sich um 2,1 Prozent. (hlr.)

          Bezugsrechte: Zur Zeit werden keine Bezugsrechte gehandelt.

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