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Steigende Zinsen : Inflationssorgen verunsichern die Märkte

Kunden warten auf die Öffnung der Geschäfte in Wien: An den Finanzmärkten wird befürchtet, dass die hohen Sparvermögen Konsum und Inflation anheizen. Bild: Getty

Anleger verkaufen Staatsanleihen, die Renditen ziehen weiter an. Nun kommt es darauf an, wie unabhängig die Notenbanken noch sind.

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          Die Inflationssorgen beherrschen die Anleihemärkte. Am Montag stiegen die Renditen wichtiger Staatsanleihen abermals auf mehrmonatige Hochs. Das ist verbunden mit Kursverlusten der Schuldtitel. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag mit minus 0,278 Prozent so hoch wie seit Juni nicht mehr. Anfang des Jahres betrug der Referenzzins für den Euroraum noch minus 0,6 Prozent. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte auf einer Veranstaltung des Europaparlaments, dass die Entwicklung der längerfristigen Anleiherenditen genau beobachtet werde.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Denn Banken nutzten diese als Bezugspunkt für Kredite an Haushalte und Unternehmen. Lagarde versicherte, die EZB  werde die Wirtschaft weiterhin unterstützen, indem sie günstige Finanzierungsbedingungen während der Pandemie sicherstelle. Grund für die Verkaufswelle an den Anleihemärkten sind Inflationssorgen, die sich vor allem in den Vereinigten Staaten ausgebreitet haben. Die Rendite der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihe bewegt sich derzeit mit 1,38 Prozent so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr.

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