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Fintech an der Börse : Starker Börsengang für Wise

  • -Aktualisiert am

Bei Wise kann kostengünstig Geld von der einen in die andere Währung verschickt werden. Bild: Reuters

Die App TransferWise lockt mit günstigen Umrechnungsgebühren. Nun wird Wise mit fast 9 Milliarden Pfund an der britischen Börse bewertet. Ein gelungener Börsengang.

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          Der Zahlungsdienstleister Wise hat an seinem ersten Börsentag in London eine hohe Bewertung von gut 8,8 Milliarden Pfund (10,3 Milliarden Euro) erzielt – mehr als doppelt so viel wie bei einer Finanzierungsrunde vor einem Jahr. Die Direktplatzierung war der größte Börsengang eines Fintechs an der London Stock Exchange (LSE). Am ersten Handelstag am Mittwoch wurde die Aktie mit bis zu 880 Pence gehandelt. Bei einer Finanzierungsrunde vor einem Jahr hatten Investoren den 2011 gegründeten Zahlungsdienstleister mit 5 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) bewertet.

          Das Unternehmen war ohne Preisspanne an die Börse gegangen - also quasi „im Blindflug“. Die LSE versteigerte Aktien in einer Auktion unter Großanlegern am Mittwochmorgen. Daraus ergaben sich die ersten Notierungen bei 750 bis 800 Pence. Danach stieg der Kurs. Der Börsengang war auch ein wichtiger Test für London als Standort für aufstrebende Tech-Konzerne.

          Wise, gegründet von den Esten Kristo Käärmann und Taavet Hinrikus, hat mehr als 10 Millionen Kunden gewonnen, die Monat für Monat mehr als 5 Milliarden Pfund transferieren. Anfangs bot TransferWise ausschließlich Devisentransfers an und versprach dabei niedrige Gebühren und günstige Umrechnungskurse. Inzwischen ist Wise auch mit Multiwährungskonten und Geldumtausch für Kunden anderer (Internet-)Banken aktiv. Seit vier Jahren macht das Unternehmen Gewinne. Es beschäftigt 2400 Mitarbeiter. Zu den frühen Investoren zählen der deutsch-amerikanische Tech-Milliardär Peter Thiel, die Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz aus dem Silicon Valley und der britische Fonds Baillie Gifford. Sie alle haben einen großen Gewinn gemacht. Der 40-jährige Gründer Käärmann, der etwa 20 Prozent am Unternehmen hält, besitzt nun ein Vermögen von deutlich über einer Milliarde Pfund.

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