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Spekulationsgeschäfte : Leerverkäufer wetten oft im Dunkelfeld

  • -Aktualisiert am

Bronzeskulpturen vor dem Frankfurter Börsengebäude Bild: dpa

Wenn Profi-Investoren auf fallende Kurse setzen, können sich Privatanleger wegen der nur begrenzten Offenlegung dieser Transaktionen kaum einen Reim darauf machen.

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          Der deutsche Aktienmarkt bricht Rekorde, doch gleichzeitig befinden sich laut aktuell veröffentlichten Daten 117 Wertpapiere im Visier von Leerverkäufern, die auf fallende Kurse wetten. Jüngst haben Nachrichten in Zusammenhang mit Leerverkäufen für deutliche Kursbewegungen gesorgt, etwa im Fall des Zahlungsdienstleisters Wirecard oder des Batterieherstellers Varta. Investoren müssen ihre Netto-Leerkaufspositionen der Finanzaufsicht Bafin melden, wenn diese 0,2 Prozent des Aktienkapitals des ins Visier genommenen Unternehmens übersteigen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Veröffentlichen müssen sie aber erst Positionen ab 0,5 Prozent, so dass ein großes Dunkelfeld bleibt. Laut einer älteren Auswertung der Bafin-Daten für die Jahre 2012 bis 2015 durch die Deutsche Bundesbank blieben 79 Prozent der gemeldeten Leerverkaufswetten unter dem Radar der Öffentlichkeit. Leerverkäufe können der Absicherung gegen Risiken dienen – aber auch der gezielten Spekulation.

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