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F.A.Z. exklusiv : Die Sparzinsen steigen frühestens 2020

Der Geldregen bleibt aus – zumindest mit Blick auf die Zinsen. Bild: dpa

Das könnte für Sparer eine Enttäuschung werden: Eine Umfrage unter Banken zeigt, dass sie so schnell nicht auf eine Zinswende der EZB reagieren werden.

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          Was bringt das neue Jahr für die Sparzinsen? Das könnte offenbar für viele Sparer eine Enttäuschung werden. Das jedenfalls legt eine kleine Umfrage unter deutschen Banken nahe. Selbst wenn Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), noch vor dem Ende seiner Amtszeit am 31. Oktober nächsten Jahres den ersten Zinsschritt gehen sollte, wollen viele Banken die Sparzinsen für Privatkunden nicht anheben. Wenn die EZB nach dem nächsten Sommer zunächst nur den negativen Zins für Bankeinlagen bei der Notenbank etwas weiter in Richtung Null verschieben sollte, womit viele an den Finanzmärkten rechnen, dürften Banken das zum Teil lediglich nutzen, um selbst etwas weniger unter Druck zu stehen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Sollte es zu einer Erhöhung des Leitzinses kommen, dann hat das nicht automatisch eine Erhöhung der Sparzinsen zur Folge“, sagte eine Sprecherin der Commerzbank. „Solange eine negative Einlagenfazilität vorliegt – sprich für Einlagen bei der Notenbank Strafzinsen zu zahlen sind –, ist keine Sparzinserhöhung zu erwarten.“

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