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Sparprogramm : Deutsche Bank treibt Filialabbau voran

Filiale der Deutschen Bank in Dresden Bild: dpa

Die Deutsche Bank will noch in diesem Jahr jede fünfte Filiale schließen. Die Details sollen schon in den nächsten sechs Wochen stehen. Ein anderes Projekt dauert länger.

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          Die Deutsche Bank macht Tempo bei ihren geplanten Filialschließungen. In den nächsten sechs Wochen will sich die Bank mit den Arbeitnehmervertretern auf die Modalitäten der Sparmaßnahme einigen, wie die F.A.Z. aus Finanzkreisen erfuhr. Die Bank will noch in diesem Jahr 100 ihrer 500 eigenen Filialen in Deutschland schließen. Wie viele Mitarbeiter dadurch ihre Stelle verlieren, ist noch nicht absehbar. Die Bank will versuchen, betroffene Mitarbeiter wenn möglich auf andere Standorte oder auch in die Beratungszentren für die Kundenbetreuung am Telefon und im Internet zu verlagern.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Parallel verhandelt die Bank auch über die Schließung von 100 Postbankfilialen. Hier ist die Lage aber komplizierter, weil nach wie vor viele der Zweigstellen zusammen mit der Deutschen Post betrieben werden und viele Mitarbeiter nach wie vor Beamte sind. Die Verträge mit der Post führen unter anderem dazu, dass die Bank in diesem Jahr höchsten 50 Postbank-Filialen schließen kann und noch einmal 50 im nächsten Jahr.

          Von Rohr behält Knofs Aufgaben

          Gespart wird auch in der Führungsetage. So ist bislang kein Nachfolger für Manfred Knof ernannt worden, der die Bank vor vier Monaten verlassen hatte, um zum Jahreswechsel den Vorstandsvorsitz der Commerzbank zu übernehmen. Seine Zuständigkeit für das Massengeschäft in Deutschland hatte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr übernommen. Das soll dem Vernehmen nach auch so bleiben. Zumindest vorerst wird er das Privatkundengeschäft weiter gemeinsam mit den beiden Markenverantwortlichen Philipp Gossow (Deutsche Bank) und Lars Stoy (Postbank) führen.

          Am Donnerstag legt die Bank ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Analysten erwarten, dass die Bank unter anderem wegen der Restrukturierungen der erschwerten Ertragslage wegen der Negativzinsen, aber auch wegen gestiegener Risikovorsorge mit ihrem Privatkundengeschäft Verluste gemacht hat.

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