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Bitcoin bei der Hausbank : Sparkassen und Volksbanken sehen Kryptohandel grundverschieden

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband bekräftigte am Montag abermals seinen kritischen Stand gegenüber Kryptowährungen. Bild: dpa

Der Sparkassenverband sieht das Risiko, die Genossenschaften die Nachfrage. Die Dachverbände der beiden Finanzgruppen haben grundverschiedene Meinungen zum Kryptohandel.

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          Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) tritt beim Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether auf die Bremse. Es sei „Aufgabe von Sparkassen, Kundinnen und Kunden vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen“, teilte eine Verbandssprecherin am Montag auf Nachfrage anlässlich einer Sitzung des DSGV-Gesamtvorstandes mit. „Deswegen empfehlen die Gremien den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den Handel mit Kryptowährungen nicht anzubieten.“

          Gregor Brunner
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Entscheidung, den Handel mit Kryptowährungen anzubieten liegt letztlich bei den 363 Sparkassen (Stand 1. Juni 2022) selbst. Allerdings müssten sie auch den technischen Unterbau selbst stemmen, was ohne Unterstützung des DSGV schwierig werden könnte. Mitte Dezember war bekannt geworden, dass in der Sparkassen-Finanzgruppe über den Einstieg in den Kryptohandel nachgedacht wird. Ein Team beim IT-Dienstleister S-Payment feilte in einem Pilotprojekt an einem Konzept für ein Angebot an Kunden. Angedacht war demnach, Sparkassen-Kunden zu ermöglichen, Kryptowährungen direkt über ihr Girokonto zu kaufen.

          Nun will man sich auf Gruppenebene den aktuellen Trends und neuen Technologien nicht ganz verschließen. Daher beschlossen die Gremien der Gruppe die Einführung einer digitalen Geldbörse, einer sogenannten Wallet, zum Halten, Kaufen und Verkaufen von digitalisierten Vermögenswerten, sogenannten tokenisierten Assets. Unter Tokenisierung versteht man die digitale Abbildung von finanziellen Werten wie Aktien oder realen Werten wie Immobilien auf einer Blockchain.

          Genossenschaften richten sich nach steigender Nachfrage

          Einen anderen Weg schlägt der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ein. Dieser möchte konkret ein Angebot zum Handel von Kryptowährungen aufbauen. Zwar sehe der BVR Kryptowährungen als hochspekulative Geldanlage an. „Für Kunden der genossenschaftlichen Finanzgruppe, welche in diese hochspekulativen Anlageprodukte investieren wollen, sehen wir gleichwohl Lösungen vor, um uns dem Marktbedarf nicht zu verschließen“, sagte der BVR der Nachrichtenagentur Bloomberg News. Das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ Bank und die DWP Bank würden ihre gemeinsame Arbeit fortsetzen.

          Die von den Sparkassen und Volksbanken kontrollierte DWP Bank, mit 5,5 Millionen Depots die größte Wertpapierdepotbank in Deutschland, arbeitet an einer Lösung für Konten in digitalen Vermögenswerten. Im Gespräch mit der F.A.Z. sagte Heiko Beck, Vorstandschef der DWP Bank, kürzlich, dass das Krypto-Konto bis Jahresende den Kundeninstituten angeboten werden solle. Zu den Kunden der DWP Bank zählen 1200 Banken, Sparkassen und Volksbanken, also drei Viertel aller Institute hierzulande. „Die Institute berichten, dass Kundengelder an Plattformen für Krypto-Vermögenswerte wie zum Beispiel Bitcoin fließen. Mit unserer Lösung können Kunden, die sich für digitale Vermögenswerte interessieren, bei ihrer Bank bleiben“, sagte Beck. Sie müssten dann nicht Geld auf ein Verrechnungskonto einer Handelsplattform überweisen, wenn sie in Kryptowerte investieren wollten. „Mit diesem Angebot wollen wir uns für die Zukunft wappnen, wenn die Tokenisierung einzelner Vermögenswerte an Bedeutung gewinnen kann“, fügte Beck hinzu.

          Tatsächlich greift das ein oder andere Institut der Entwicklung schon vor. Die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte etwa wirbt auf ihrer Webseite mit dem „Bitcoin-Go-Handelsportal“ und einer Reihe von Produkten in Verbindung damit.

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