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: Sommerferien fürs Depot

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kpa. FRANKFURT, 14. Juli. Sommerzeit ist Ferienzeit. Von diesem Donnerstag an sind in 14 der 16 Bundesländer, in denen fast drei Viertel aller Deutschen leben, Schulferien. Damit auch Anleger ihre Urlaubstage stressfrei und ohne ...

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          kpa. FRANKFURT, 14. Juli. Sommerzeit ist Ferienzeit. Von diesem Donnerstag an sind in 14 der 16 Bundesländer, in denen fast drei Viertel aller Deutschen leben, Schulferien. Damit auch Anleger ihre Urlaubstage stressfrei und ohne einen einzigen Blick auf die Börsenkurse genießen können, sollten sie ihre Depots rechtzeitig überprüfen und vorsorgen. Dann erleben sie später keine unangenehmen Überraschungen über erlittene Kursverluste.

          Vermögensexperten raten Anlegern denn auch, ihre Geldanlagen vor dem Urlaub kritisch zu prüfen, und zuweilen sogar, allzu riskante Aktien zu verkaufen, die in der Regel besonders schwankungsanfällig sind. Gleiches gilt für Aktien, die deutlich im Kurs gestiegen sind und deren Bewertungen inzwischen alles andere als günstig erscheinen. Insgesamt könnte dies also eine gute Gelegenheit zu einem sommerlichen "Depotputz" sein. Welche Papiere passen noch zur langfristigen Anlagestrategie und welche nicht? Entscheidend sind die Risikobereitschaft und der Anlagehorizont der Investoren.

          Bei jedem Verkauf fallen allerdings Transaktionskosten an. Und auch steuerliche Aspekte lohnt es zu bedenken. Haben Anleger die Wertpapiere vor dem Jahr 2009 erworben, können sie ihre Kursgewinne in der Regel noch immer steuerfrei vereinnahmen. Bei einem späteren Neukauf entfällt dieser Vorteil, Kursgewinne und Dividenden unterliegen dann der Abgeltungsteuer. Sind die Sorgen der Anleger zudem nicht berechtigt, entgehen ihnen mögliche Kursgewinne.

          Wer seine Verkaufsentscheidung deshalb nicht sofort treffen will, kann mittels sogenannter Stop-Loss-Aufträge ein automatisches Sicherheitsnetz einziehen - und das nicht nur zur Urlaubszeit. Diese Wertpapierorders begrenzen die Verluste, wie der Name sagt. Sie kommen erst dann zum Tragen, wenn der Kurs von Aktien, Fonds oder Zertifikaten auf ein vorher festgelegtes Niveau, den Stop-Loss-Kurs, fällt. Anschließend werden die Wertpapiere sofort zum nächsten handelbaren Kurs verkauft. Dieser Preis kann ähnlich der gewählten Schwelle sein, höher ausfallen, aber auch deutlich unter dem Stop-Kurs liegen. Anleger sollten grundsätzlich lieber ungerade Beträge wählen und vielbeachtete runde Kurse wie 50 Euro meiden. Ihr Erreichen kann größeren Verkaufsdruck auslösen und deutlichere Kurseinbußen mit sich bringen. Dies gilt umso mehr, wenn Kursschwellen markttechnisch relevant sind.

          Die klassische Stop-Loss-Order ist die am häufigsten verwendete Form dieser Art von Verkaufsaufträgen. Überdies gibt es sinnvolle Sonderformen. Denkbar seien rund 15 bis 20 Varianten, heißt es vom Bundesverband deutscher Banken. Die meisten würden aber im institutionellen Aktienhandel verwendet. Abhängig vom jeweiligen Geldinstitut werden jedoch auch Privatanlegern verschiedene Auftragsformen angeboten - zum Beispiel die Stop-Limit-Order. Anders als mittels des klassischen Stop-Loss wird hier der Auftrag des Kunden nach dem Erreichen des angegebenen Kursniveaus zu einer limitierten Order. Sie wird also nur zu einem ganz bestimmten Kurs (Limit) ausgeführt und nicht zu jedem nächstmöglichen. Dadurch können Anleger größere, plötzliche Kursverluste vermeiden. Voraussetzung für die Ausführung ist jedoch, dass das Limit im Handel erreicht wird.

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