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Apple möglicher Interessent : Softbank prüft Börsengang der Computerschmiede ARM

Der Softbank-Chef Masayoshi Son erwägt den Verkauf des iPhone-Chipentwicklers ARM. Bild: AP

Die Chips des britischen Entwicklers stecken in so gut wie jedem Smartphone. 2016 wurde das Unternehmen für 32 Milliarden Dollar gekauft. Nun soll die Investition zu Geld gemacht werden.

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          Der japanische Mischkonzern Softbank Group prüft, seine Investitionen in die britische Computerchipschmiede ARM teilweise oder ganz zu Geld zu machen. Zur Debatte stehen nach Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg und der Zeitung „Wall Street Journal“ ein Verkauf von Anteilen an private Investoren oder ein Börsengang.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Bislang hatte Softbanks Gründer Masayoshi Son den ersten Verkauf von ARM-Anteilen etwa für das Jahr 2023 in Aussicht gestellt. Nun erwägt das japanische Unternehmen einen schnelleren Verkauf. Einer der Spitzenmanager von Softbank, Marcelo Claure, sagte indes der Zeitung „Financial Times“, er erwarte keinen Börsengang von ARM in den kommenden zwölf Monaten. Softbank hatte ARM 2016 für umgerechnet 32 Milliarden Dollar gekauft.

          Das britische Unternehmen entwirft Halbleiterchips, die in den meisten Smartphones und in vielen anderen Geräten stecken, die im Internet der Dinge miteinander verbunden sind. Son sieht ARM als Kern seiner Vision, in der Computer und Menschheit immer näher zusammenfinden. Ein möglicher Interessent an ARM könnte das amerikanische Elektronikunternehmen Apple sein, das angekündigt hat, seine Computer künftig nicht mehr mit Intel-Chips, sondern mit eigenen Chips auf Basis der ARM-Architektur zu bestücken. Softbank hatte erst vergangene Woche einen auf Software-Programme und das Internet der Dinge ausgerichteten Teil aus ARM herausgelöst und in ein eigenes Unternehmen übertragen.

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